Schüler setzen Zeichen gegen Rassismus
Bild: Schomakers
Zum Ende ihres Theaterstücks „Mein Freund...“ präsentierten Schüler der Klasse 8 der Oelder Gesamtschule ein Transparent, während es Luftballons regnete. Seit gestern trägt die Schule die Auszeichnung „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“.
Bild: Schomakers

Projektpate Walter Happel SJ stellte sich und seinen Lebenslauf kurz vor und schloss mit: „Wer mehr über mich wissen möchte, muss mich fragen.“ Die Veranstaltung war von der Klasse 6c mit ihren Klassenlehrern und Projektkoordinatoren Peter Mosbacher und Aylin Sahin-Czybulka vorbereitet worden. Die Oelder Gesamtschule gehört jetzt zu dem Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“, dem gut 600 Schulen angehören. Die Vertreterin des Netzwerks und Leiterin des Kommunalen Integrationszentrums des Kreises Warendorf in Ahlen, Diler Senol-Kocaman, zeigte sich erfreut darüber, dass sie die Auszeichnung übernehmen durfte. Die im Netzwerk verbundenen Schulen setzten aktiv Zeichen gegen Rassismus, erläuterte sie.

500 Unterschriften gesammelt

Sie gratulierte den Gesamtschülern für das Sammeln von 500 Unterschriften. Eine Schule bekommt den Titel, wenn 70 Prozent der Schüler eine Selbstverpflichtung unterschrieben haben. Unter anderem heißt es darin: „Ich werde mich dafür einsetzen, dass es zu einer zentralen Aufgabe meiner Schule wird, nachhaltige und langfristige Projekte, Aktivitäten und Initiativen zu entwickeln, um Diskriminierungen, insbesondere Rassismus, zu überwinden.“ Die weite Unterstützung zeige, dass die Schulgemeinde zusammenstehe und gemeinsam etwas erreichen wolle, schloss Diler Senol-Kocaman daraus.

14 Religionen, 22 Nationalitäten

Die von ihr überreichte Urkunde verpflichte die Schüler, Zeichen gegen Rassismus und Diskriminierung zu setzen. „Ihr könnt zeigen, dass ein gemeinsames Leben und Lernen möglich ist. Die bunte Verschiedenheit hier an der Gesamtschule macht auch stark“, sagte sie.

Die bunte Verschiedenheit seiner Schule beschrieb ihr Leiter Michael Jütte mit einigen Zahlen. So gebe es 14 verschiedene Religionen und 22 Nationalitäten an der Oelder Gesamtschule. Das bedeute unterschiedliche Gepflogenheiten und kulturelle Hintergründe. Man solle miteinander reden, um sich besser kennenzulernen. So entstehe Respekt und gegenseitige Wertschätzung. Dies sei ein selbstverständlicher Auftrag der Schule, betonte Michael Jütte.

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