Standortvarianten für Oelder Gesamtschule
Variante 1a ist eine der beiden – von der Verwaltung favorisierten – Bestandsvarianten. Sie böte in Ergänzung der Variante 1 noch den Neubau eines Naturwissenschaftsbereichs am Realschulgebäude. Ansonsten ist vorgesehen, die Klassen 5 bis 7 im Theodor-Heuss-Schulgebäude (r.) und die weiteren Klassen im sanierten Realschulgebäude (l.) unterzubringen. Die Mensa ist dann in der heutigen Lerninsel. Die Albert-Schweitzer-Grundschule (rosafarben) bleibt unverändert.

Die Verwaltung hat ihre Hausaufgaben gemacht und sieben Varianten zur Entwicklung der Gesamtschule in Oelde ausgearbeitet. Jetzt ist es an den Ratsmitgliedern, über den weiteren Weg zu entscheiden. In der gemeinsamen Sitzung von Schul- und Planungsausschuss erläuterte die Verwaltung am Donnerstagabend die Varianten. Zur Diskussion stehen dabei die Gebäude der Theodor-Heuss-Schule, der Albert-Schweitzer-Grundschule, der Realschule die Lerninsel sowie die Olympiahalle.

Zündstoff ergibt sich dabei durch die möglichen Kosten – je zentraler alles zusammengezogen wird, desto teurer wird es – und durch die mögliche Einbeziehung der Gebäude der einzigen evangelischen Grundschule in Oelde, der Albert-Schweitzer-Schule. Von Schließung bis Verlegung in eine andere frei werdende Schule reichen dabei die Überlegungen.

Hinsichtlich der Finanzierbarkeit verdeutlichte Stadtkämmerer Jakob Schmid, dass die Varianten 1 und 1a (Bestandslösungen) finanzierbar seien und das wirtschaftlichste Kosten-/Nutzenverhältnis aller Varianten garantierten. Weiter heißt es in dem Fazit der Verwaltung: „Die Varianten 2 bis 4 sind derzeit nicht finanziert und führen in die Haushaltssicherung.“

Auch Andreas Langer von der zentralen Gebäudewirtschaft ging bei der Vorstellung auf die Kosten ein. Oberste Prämisse sei: „Was habe ich, was muss ich nicht bauen?“, erläuterte er. Für einen Neubau einer sechszügigen Gesamtschule hatte die Verwaltung gut 31 Millionen Euro ermittelt. Doch diese „utopische Zahl“ steht nicht zur Diskussion. Es sind vielmehr Summen zwischen circa 5,1 Millionen (Variante 1) und 25,7 Millionen Euro (Variante 4). Wobei die 5,1 Millionen Euro „reguläre Klassenraumsanierungen flankierend zur Gesamtschulentwicklung“ seien. Diese Bestandsvariante sei entsprechend „risikoarm“.

 Er sei kein Freund großer Standorte, sagte Bürgermeister Karl-Friedrich Knop abschließend. Die Verwaltungsspitze favorisiere die Lösung, im Bestand zu bleiben, er selbst tendiere dabei zur Variante 1a, teilte er mit.

Entscheidung im April

„Die Weichenstellung sollte noch vom alten Rat getroffen werden.“ Der Erste Beigeordnete Michael Jathe hat mit diesen Worten eine baldige Entscheidung angemahnt. Anders geriete man nach den Sommerferien in das Anmeldeverfahren für Grundschulen. Der Schulausschuss wird am Dienstag, 1. April (verschoben vom 27. März), tagen, der Planungsausschuss am Mittwoch, 9. April. Am Montag, 28. April, tritt der Rat zusammen, um sich für eine der vorgestellten Varianten auszusprechen.

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