Stromberg: Angriff mit Hammer und Messer
Symbolbild: dpa
Ein 63-Jähriger hat am Sonntagabend in Stromberg einen 38-Jährigen mit einem Hammer und einem Messer und verletzt. Für den Angreifer wurde Untersuchungshaft angeordnet. Eine Mordkommission ermittelt.
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Über das gewalttätige Geschehen hat die Staatsanwaltschaft Münster am Dienstag gemeinsam mit den Polizeibehörden in Warendorf und Münster informiert. Der gemeinsamen Mitteilung zufolge ist eine Mordkommission des Polizeipräsidiums Münster mit den Ermittlungen betraut worden. Sie dauern noch an, wie Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt am Dienstag der „Glocke“ sagte.

Verbaler Streit eskaliert

„Nach ersten Ermittlungen ging dem Angriff ein verbaler Streit in der Wohnung des jüngeren Mannes voraus“, erklärte Botzenhardt. Ihm zufolge befanden sich außer den Männern zum Tatzeitpunkt gegen 19.15 Uhr keine weiteren Personen in der Wohnung des Mehrfamilienhauses an der Straße Lange Wende. Der 63-jährige Stromberger habe im Verlauf der Auseinandersetzung zunächst die Wohnung des Jüngeren verlassen.

Doch er sei den ersten Erkenntnissen zufolge wenig später zurückgekehrt, und zwar bewaffnet mit einem Hammer und einem Messer. Mit dem Hammer schlug der Ältere dem 38-Jährigen dann offenbar unvermittelt auf den Kopf. „Zusätzlich soll er ihm mit einem Messer oberflächliche Verletzungen im Brustbereich zugefügt haben“, ergänzte der Oberstaatsanwalt.

Hausbewohner bemerken Auseinandersetzung

Das gewalttätige Geschehen blieb in dem Haus nicht unbemerkt. „Nachbarn hörten die Auseinandersetzung, hielten den 63-Jährigen von möglichen weiteren Angriffen ab und riefen die Polizei“, sagt die Leiterin der Mordkommission, Kriminalhauptkommissarin Julika Böhlendorf, laut Mitteilung.

Botzenhardt erklärte auf Nachfrage, dass es sich derzeit so darstelle, als hätten die Zeugen, nachdem sie das Geschehen bemerkt hatten, offenbar die Wohnungstür zugehalten. Als die Tür wieder frei gewesen sei, sei der Angreifer zunächst in seine eigene Wohnung zurückgekehrt. Die von den Zeugen alarmierten Polizeibeamten hätten den Beschuldigten später im Treppenhaus festgenommen. Die mutmaßlichen Tatwaffen fand die Polizei in seiner Wohnung.

Angreifer in Untersuchungshaft

Der verletzte 38-Jährige wurde von Rettungskräften ins Krankenhaus gebracht, wo er stationär aufgenommen werden musste. Lebensgefahr habe für das Opfer aber nicht bestanden. Am Montag hätten die Ermittler der Mordkommission zahlreiche Vernehmungen durchgeführt. Als Zeugen seien auch weitere Bewohner des Mehrfamilienhauses befragt worden.

Ein Richter folgte dem Antrag der Staatsanwaltschaft und erließ Haftbefehl wegen des Verdachts des versuchten Totschlags und der gefährlichen Körperverletzung und ordnete Untersuchungshaft für den Angreifer an.

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