Tödlicher Unfall an der Autobahnauffahrt
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Ein schwerer Verkehrsunfall hat sich am Donnerstagnachmittag im Bereich der Autobahnauffahrt Hannover an der Keitlinghauser Straße in Oelde ereignet.

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Der Lippetaler war nach der Versorgung vor Ort noch mit einem Rettungshubschrauber in eine Unfallklinik geflogen worden. Auslöser des Unfalls war nach ersten Erkenntnissen ein medizinischer Notfall: Laut einer Zeugin war der 60-Jährige bereits über seinem Lenkrad zusammengesackt, als er in den Gegenverkehr fuhr.

Transporter gerät in den Gegenverkehr

Nach Angaben der Polizei war die 70-Jährige mit ihrem VW Golf gegen 15 Uhr auf der Keitlinghauser Straße in Richtung Oelde unterwegs. Die hinter ihr fahrende Zeugin berichtete den Beamten zufolge, dass der ihr entgegenkommende Kleintransporter im Bereich der Autobahnauffahrt Richtung Hannover plötzlich auf die Gegenfahrbahn geriet. Die Zeugin habe erkennen können, dass der Fahrer zu dem Zeitpunkt hinter dem Steuer zusammengesackt war. Sie selbst konnte eine Vollbremsung einleiten, aber die vor ihr fahrende Lippetalerin kollidierte mit dem VW Transporter.

Beide Fahrer wurden in ihren Fahrzeugen eingeschlossen, aber nicht eingeklemmt. Weil der Transporter in den Graben abzurutschen drohte, hatten Feuerwehrchef Michael Haske zufolge drei Ersthelfer bereits ein Seil an den Unfallwagen angehängt und dieses mit ihren Händen gehalten. Die Feuerwehr sicherte den Transporter später mit einem Einsatzfahrzeug.

Transport mit Rettungshubschrauber in Fachklinik

Haske zufolge konnte der 60-jährige Lippetaler schnell aus dem Transporter befreit werden. Der Schwerverletzte wurde unter anderem von einem Notarzt vor Ort versorgt und anschließend mit einem Hubschrauber nach Unna in eine Klinik geflogen, wo er später verstarb. Die Fahrerin des Golfs wurde zunächst in ihrem Pkw versorgt, bis die Feuerwehr das Dach entfernt hatte, um sie schonend aus dem Auto zu heben. Sie wurde mit einem Rettungswagen in ein Gütersloher Hospital gebracht.

Während der Rettungsmaßnahmen und der polizeilichen Unfallaufnahme war die Keitlinghauser Straße für etwa zwei Stunden voll gesperrt. Im Einsatz waren Notärzte und Rettungskräfte aus Oelde und Beckum sowie die Löschzüge Oelde und Ahmenhorst.

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