Vereine möchten Buch nicht zumachen
Bild: Haunhorst
Sünninghausener, die im Heimat- und im Schützenverein Verantwortung übernehmen möchten, suchen die aktuellen Vorsitzenden Hanno Wagemann und Klaus Dittert (v. l.), die beide ihr Amt abgeben werden. Nachfolger sind noch nicht gefunden.
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Doch damit der Verein weiter besteht, muss im Dorf etwas passieren. „Wir brauchen Leute, die Verantwortung übernehmen“, betont Wagemann.

 Das gilt auch für den Schützenverein Sünninghausen, denn dessen Vorsitzender Klaus Dittert hat ebenfalls seinen Abschied aus dem Amt angekündigt. Nachfolger: auch hier bisher Fehlanzeige.

Das Problem, dass weniger Bürger als früher bereit sind, in Vereinen Verantwortung zu übernehmen und sich längerfristig zu engagieren, teilen die beiden Sünninghausener Vereine mit vielen anderen im Land. Dittert nennt das „einen Strukturwandel“. Für einzelne Projekte in einem überschaubaren Zeitraum ließen sich Mitstreiter gewinnen, sagt er, für langfristige Verpflichtungen eher nicht.

 Ein Faktor, der das bedinge, sei das Thema Zeit. „Wir suchen Nachfolger in den Altersgruppen, in denen Beruf und Familie vorgehen“, betont Dittert. Aus diesem Grund habe sein Vorstand die Aufgaben bereits stärker auf alle Verantwortlichen verteilt.

 Wagemann nennt „zwischen 35 und 60“ als „ideales Alter“. Die Jüngeren müssten jetzt mal ran, sagt der 70-Jährige, der seit etwa 40 Jahren aktiv ist und schon seit zehn Jahren nach einem Nachfolger Ausschau hält. „Neue Impulse wären gut.“

Von der Haftungsfrage, der Verantwortung des Vorsitzenden bei Vermögensschäden, dürften sich Interessierte nicht schrecken lassen, betont Dittert. „Diese Barriere haben wir als Verein abgebaut, weil es heutzutage Versicherungen gibt.“

Mehr zu diesem Thema lesen Sie am Montag, 9. Juli, in der Oelder und der Beckumer Ausgabe der „Glocke“.

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