Verwaltung verspricht Schutz der Anwohner
Der Planung der neuen Feuerwache an der Wiedenbrücker Straße werden auch Prognosen zur Schallausbreitung zugrunde gelegt.

Gut 40 Bürger, darunter auch einige Feuerwehrleute, waren der Einladung gefolgt. Oeldes Erster Beigeordneter Michael Jathe sowie Stadtbaurat Matthias Abel stellten zunächst die Planungen und zugrundeliegende Überlegungen vor. Das Bauleitplanverfahren werde mindestens ein Jahr dauern, prognostizierte Abel, zwischendurch würden die Bürger im Rahmen der Offenlegung beteiligt. Er gehe von einer Realisierung der Feuerwache 2014 oder 2015 aus. Das Thema Lärm, das zeigten die späteren Nachfragen, sorgt für die meisten Befürchtungen im Vorfeld des Neubaus. Natürlich steige der Lärmpegel durch die Rettungswache an. Der Richtwert würde nach derzeitiger Planung der Rettungswache für das gegenüberliegende Wohngebiet leicht um drei Dezibel überschritten, erklärte Abel. Deswegen folge nun ein Abstimmungsprozess zwischen Architektin und Lärmgutachter, sagte er der „Glocke“. Denn vor allem Positionierung und Anordnung der Ausfahrten für die Einsatzfahrzeuge hätten großen Einfluss auf den erzeugten Schall. Michael Jathe erläuterte die Option, mit Vorampeln die Einfahrt der Einsatzfahrzeuge in den Verkehr zu regeln – dann könnten die Martinshörner ausgeschaltet bleiben. Laut Matthias Abel ist das Wohngebiet stärker als andere lärmvorbelastet – was sich auch in speziellen Bauvorschriften niedergeschlagen habe. Es sei „kein Baugebiet wie jedes andere“, die Grundbelastung durch Straße, Autobahn und Bahnlinie höher. Mit unabhängigen Gutachtern werde die Stadt sicherstellen, dass alles getan wird, um die Belastungen der Bürger so gering wie möglich zu halten, versprach Bürgermeister Knop. Auch endeten die Schutzansprüche der Anwohner nicht mit einer Genehmigung, ergänzte Jathe.

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