„Wir sind Juden aus Breslau“ im Kino
Bilder: „Wir sind Juden aus Breslau“/Karin Kaper Film GbR
Anita Lasker-Wallfisch, geboren 1925 in Breslau, ist eine der letzten bekannten Überlebenden des Mädchenorchesters von Auschwitz. In dem Film „Wir sind Juden aus Breslau“, der am Sonntag, 19. November, im Oelder Kino läuft, sieht man sie mit Teilnehmern eines Workshops im Gefängnishof in Wroclaw.
Bilder: „Wir sind Juden aus Breslau“/Karin Kaper Film GbR

Er setze ein eindringliches Zeichen gegen stärker werdende nationalistische und antisemitische Strömungen in Europa und zeige auf, wohin eine katastrophale Abschottungspolitik gegenüber Flüchtlingen führe.

Der Film setzt anhand der Lebensschicksale der Protagonisten die Gründung des Staates Israel mit den Erfahrungen des Holocausts in Verbindung. „Sie waren jung, blickten erwartungsfroh in die Zukunft, fühlten sich in Breslau, der Stadt mit der damals in Deutschland drittgrößten jüdischen Gemeinde, beheimatet“, heißt es in der Ankündigung. „Dann kam Hitler an die Macht.

Ab diesem Zeitpunkt verbindet diese Heranwachsenden das gemeinsame Schicksal der Verfolgung durch Nazi-Deutschland als Juden: Manche mussten fliehen oder ins Exil gehen, einige überlebten das Konzentrationslager Auschwitz. Sie entkamen in alle Himmelsrichtungen und bauten sich in den USA, England, Frankreich und Deutschland ein neues Leben auf. Nicht wenige haben beim Aufbau Israels wesentlich mitgewirkt.“

 14 Zeitzeugen stehen im Mittelpunkt von „Wir sind Juden aus Breslau“. Sie erinnern nicht nur an vergangene jüdische Lebenswelten in Breslau. Ihre späteren Erfahrungen veranschaulichen laut Ankündigung auch eindrücklich ein facettenreiches Generationsporträt.

 Gerade in Zeiten des zunehmenden Antisemitismus schlage der Film eine emotionale Brücke von der Vergangenheit in eine verantwortlich zu gestaltende Zukunft, schreiben die Organisatoren des Oelder Freundeskreises.

 Eine Rolle in dem Film spiele auch der Wiederaufbau einer jüdischen Gemeinde in Wroclaw. Diese Einbindung mache die Fallhöhe deutlich. Der Kontrast zum Vergangenen werde schmerzhaft größer und deute doch die Möglichkeit eines zarten Neubeginns an.

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