Wo heiße Eisen angepackt werden
Bild: Gog
Heiß her geht es am Schmelztag in der GTS-Eisengießerei an der Oelder Straße in Sünninghausen.
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Wenn der mit Koks befeuerte Kupol-Ofen seine Arbeitstemperatur von 1480 Grad Celsius erreicht, geht es in der GTS-Gießerei an der Oelder Straße heiß her. Dann werden aus Schrott, Roheisen und speziellen Zutaten pro Tag 50 bis 60 Tonnen jener Metall-Rohmasse erschmolzen, die unmittelbar danach weißglühend in vorbereitete Formen aus Sand gegossen wird.

Abgekühlt holen die GTS-Mitarbeiter dann die gesamte gusseiserne Produktpalette ihres Hauses aus den Formen. Zum Beispiel den Mini-Hebel, nur 500 Gramm schwer, aber auch das fünf Tonnen schwere Getriebegehäuse. Eine Abrissbirnen kann der Eisengießer ebenfalls nicht auf die leichte Schulter nehmen.

Deutlich niedrigere Temperaturen herrschen in der GTS-Maschinenfabrik auf der anderen Seite der Oelder Straße. Hier ist nicht nur die Komponentenfertigung für die Gülle-Separatoren angesiedelt, hier werden auch die gegenüber gegossenen Kettenräder für die Becherwerke (Förderanlagen) der Zementindustrie weiter bearbeitet und komplettiert. In einer Halle dreht ein Mitarbeiter glänzende Edelstahlschnecken.

GTS ist auch Heimstatt für den Bison, eine Hydraulikwalze für die Bodenbearbeitung, deren Rahmen gerade im typischen Tigges-Blau lackiert wird. Auch der Grubber, der mit seinen bis zu fünfeinhalb Meter breiten Zinken-Werkzeug-Kombinationen jedes Feld beackern kann, stammt aus dem Sonnendorf.

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