Wunsch nach Frieden und Toleranz
Bild: Fietz
Im Rahmen des Festes der Evangelischen Kirchengemeinde Oelde am Reformationstag führten Konfirmanden ein Stück auf, in dem es um Personen ging, die wie Luther die Welt verändert haben. Dabei kam auch Galileo Galilei vor. Das Bild zeigt (vorn v. l.) Max Beck als Galilei, Ella Schütte und Leonie Stahlschmidt als Richterinnen sowie Laura Kanke und Karina Frank als Vertreterinnen der Kirche.
Bild: Fietz

 „Wir können das Jubiläum nutzen, um selbstkritisch den Blick auf die Vergangenheit zu richten“, betonte Pfarrer Hartmut Suppliet am Reformationstag. Gleichzeitig sei das Jubiläum ein Anlass, sich auf das Wesentliche im eigenen Glauben und in der Kirche zu besinnen.

 Im Anne-Frank-Haus wurde den Gemeindemitgliedern und Besuchern dafür Raum geboten. Dort konnten Besucher unter Oberthemen wie „Meine Schätze“ oder Ökumene ihre Wünsche, Vorschläge und Hoffnungen in eigenen Thesen an die Wand bringen.

 Die Thesen spannten schließlich einen Bogen von geliebten Kirchenliedern über den Vorschlag, Übernachtungen in der Kirche anzubieten, bis hin zum Wunsch nach Offenheit und Toleranz in der Ökumene.

Nach einem ökumenischen Gottesdienst am Morgen, der vom katholischen Pfarrer Karl Kemper mitgestaltet wurde, gab es die Möglichkeit, gemütlich beisammen zu sitzen. Für die Jüngeren wurde eine kreative Aktion im Geiste Martin Luthers angeboten. Aus Speckstein konnten stilechte eigene Siegel hergestellt werden. Außerdem wurde wie vor 500 Jahren mit der Feder geschrieben.

Den Höhepunkt des Festes bildete das Theaterstück der Konfirmanden aus ganz Oelde. „Wir haben das Stück an zwei Wochenenden im September nach viel Ausprobieren auf die Beine gestellt“, berichtete Regisseur Hendrik Becker, der auch auf der Stromberger Burgbühne Regie führt.

 In der Geschichte suchen verzweifelte Presseleute nach einer guten Schlagzeile für den Reformationstag. Als sie mit versteckter Kamera die zufällig ausgewählte Familie Mustermann beobachten, kommt ihnen die zündende Idee: „Martin Luther – und was kam dann?“ So zeigen sie der Familie, wer außer Luther noch den Lauf der Welt verändert hatte. Historische Größen wie Galileo Galilei oder Martin Luther King erwachen auf der Bühne zum Leben.

 Zum Schluss richteten sich die Schauspieler an die Zuschauer und luden diese dazu ein, eine eigene These für das Jahr 2017 zu formulieren. Der Wunsch nach Frieden, Toleranz und Gerechtigkeit war in allen der zum Schluss verlesenen Thesen zu finden.

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