Zahl der Übernachtungen fast halbiert
Foto: Münsterland e.V. / Steinweg
In den 308 gemeldeten Betten in Oelde hat es im vergangenen Jahr 27 148 Übernachtungen gegeben – ein Minus von 49,9 Prozent im Vergleich zu 2019. Die Zahl der Gäste in Oelde ging um 44,3 Prozent zurück. So bitter diese Zahlen sind – Wolfgang Rettig von Forum Oelde geht davon aus, dass das Geschäft wieder anziehen wird, sobald es Lockerungen im Reiseverkehr gibt. Er setzt besonders auf Radtourismus rund um Oelde.
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In der Statistik werden die Zahlen der Gäste sowie der Übernachtungen für Januar bis Dezember 2020 im Vergleich zum Vorjahr aufgeführt. Die Stadt Oelde verzeichnet nach Angaben des Statistischen Landesamtes einen Rückgang von 44,3 Prozent bei den Übernachtungen sowie von 49,9 Prozent bei der Zahl der Gäste.

8189 Gäste für 27 148 Übernachtungen verantwortlich

Insgesamt gab es 2020 in Oelde in den 308 gemeldeten Betten 27 148 Übernachtungen, für die 8189 Gäste verantwortlich zeichneten. Zu den Buchungen gehören 1375 Ankünfte ausländischer Gäste, die in der Regel Geschäftsreisende sind – ein Minus von 66 Prozent. Diese ausländischen Gäste buchten 13 522 der gemeldeten Übernachtungen in Oelde – ein Minus von 48,5 Prozent.

Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer aller für Oelde verzeichneten Gäste lag 2020 bei 3,3 Tagen, die der ausländischen Besucher bei 9,8 Tagen. Auch die mittlere Auslastung der angebotenen Betten ist aufgeführt. Sie lag für Oelde 2020 bei 25,9 Prozent, das heißt, im Durchschnitt war jedes vierte Bett belegt.

„Kurzfristiger Individualtourismus wird profitieren“

Wolfgang Rettig, Mitarbeiter von Forum Oelde, betont beim Blick auf die Zahlen, sie verdeutlichten noch einmal, dass das Hotel- und Gaststättengewerbe angesichts der Pandemie seit einem Jahr „unter völlig anderen Voraussetzungen“ als zuvor arbeite. Die Einflussmöglichkeiten, die die Verantwortlichen der Betriebe hätten, seien seit Monaten „gleich null“. So bitter die Zahlen für 2020 auch sind – Rettig geht beim Blick in die Zukunft davon aus, dass das Geschäft wieder anzieht, sobald es Lockerungen im Reiseverkehr gibt. „Der kurzfristige Individualtourismus wird profitieren“, ist er überzeugt.

Beispielsweise dürften dann verlängerte Wochenend-Trips wie Radtouren beliebt sein, und dafür sei das Münsterland ein attraktiver Gastgeber. Die Stadt Oelde sehe sich für diese Entwicklung in Zusammenarbeit mit Münsterland e.V., in dem sie Mitglied sei, gut aufgestellt. Der Verein bündele entsprechende Angebote aus der Region und vermarkte diese. Beispielsweise werde der Pflaumenwanderweg in Stromberg derzeit für ein Tourenplanerportal, die Komoot App, aufbereitet. Zudem sei Picknick ein wichtiges Thema, das über Münsterland e.V. vermarktet werden solle.

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