Zu Hause sein, wo Geschichte atmet
Gabriele Pellengahr-Gröblinghoff lebt mit ihrer Familie im Haus Geist in Ahmenhorst.

Gleichzeitig ist es aber auch mit Einschränkungen verbunden. Hubertus Pellengahr-Gröblinghoff und seine Ehefrau Gabriele bewirtschaften das Anwesen am Geisterbach, das dem Land Nordrhein-Westfalen gehört, in vierter Generation als Pachthof. Gemeinsam mit ihren vier Kindern Pia (24), Hubertus (23), Franziska (17) und Julius (15) leben sie im ehemaligen Nordflügel. Dieser wurde von 1750 bis 1755 nach einem Brand als Barockbau auf den alten Fundamenten neu errichtet. Er ist als einziger erhalten.

Das ehemalige Schloss im Stil der Lippe-Renaissance von 1568 wurde zwischen 1807 und 1809, als Westfalen durch die Franzosen besetzt war, abgerissen. Drei Wohneinheiten sind im Nordflügel untergebracht: Hubert Gröblinghoff, der Vater von Hubertus Pellengahr-Gröblinghoff, hat im zweiten Stock sein Altenteil, der Wohnbereich im Ostteil ist an ein Ehepaar vermietet. Die Familie selbst bewohnt das erste und zweite Obergeschoss des Gebäudes, das „einem alten Bauernhaus sehr ähnlich sieht“, wie Gabriele Pellengahr-Gröblinghoff meint.

Deckenhöhe liegt bei 3,8 Metern

Wohnzimmer, Küche und Esszimmer befinden sich in der ersten Etage. Das Raumgefühl ist bei einer Deckenhöhe von 3,8 Metern einmalig, allerdings schlagen entsprechende Heizkosten zu Buche. Im Winter sorgt ein Kachelofen neben der Ölheizung für gemütliche Wärme. Aus denkmalschutztechnischen Gründen darf die Decke nicht abgehängt werden. „Aus dem gleichen Grund haben wir in diesem Stockwerk auch kein WC“, sagt Hubertus Pellengahr-Gröblinghoff.

Weitere Details zur besonderen Bauweise und Geschichte des Gebäudes sowie einen Hintergrund mit weiteren Details finden Sie in der Freitagsausgabe der Glocke.

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