Zusagen von fünf Bauwilligen erforderlich
Bild: Hahn
Der provisorische Spielplatz im Letter Neubaugebiet „Südlich der Herzebrocker Straße“ liegt im Bereich zwischen dem ersten – bereits bebauten – und dem zweiten Bauabschnitt.
Bild: Hahn

Oelde/Lette (gl). Die Frage, wie man eine positive Entwicklung des Ortsteils Lette am wirksamsten unterstützen kann, ist auch in der jüngsten Ratssitzung intensiv diskutiert worden. Für das Baugebiet „Südlich der Herzebrocker Straße“ ist die Bedingung zur Erschließung des zweiten Bauabschnitts bestätigt worden: Es werden mindestens fünf Bauwillige benötigt. Allerdings verschoben die Ratsmitglieder für diesen Beschluss erneut einige Grundstücke zwischen den Abschnitten. Dass die Frage, unter welchen Bedingungen der zweite Bauabschnitt eröffnet werden soll, für Lette hohe, auch emotionale Relevanz hat, hatte zuvor Bürgermeister Karl-Friedrich Knop deutlich gemacht. Er wehrte sich gegen den Vorwurf, die Verwaltung habe Bauwillige in der Form informiert, dass sich diese gegen einen Bau in Lette entschieden. Trotz des erklärten Ziels, eine zukunftsträchtige Entwicklung aller Ortsteile zu erreichen, müssten aber demografischer Wandel und finanzielle Rahmenbedingungen beachtet werden. „Trotz intensiver Bewerbung haben wir nicht genug Bauwillige gefunden“, sagte er. Aus finanziellen Gründen – 412 900 Euro koste die Erschließung des zweiten Bauabschnitts – halte die Verwaltung eine Verschiebung für richtig. Fünf Bauwillige müssen für die nun 23 Grundstücke des zweiten Bauabschnitts gefunden werden. „Damit machen wir den Bauabschnitt zu“, erklärte FWG-Fraktionssprecher Ralf Niebusch. Vor diesem Ratsbeschluss sei keine Mindestbewerberzahl vorgesehen gewesen – darauf hinzuweisen, war ihm nach der Ratssitzung, in der allein die FWG gegen den Verwaltungsvorschlag votierte, ein Anliegen. In der Sitzung hatten alle anderen Fraktionen Zustimmung für den von SPD-Fraktionssprecher Francisco Rodriguez eingebrachten Vorschlag signalisiert, den Bereich der Grundstücke wieder auf die ursprünglichen 23 auszudehnen. „Wir sollten nach Bedarf und eher kleinteilig vorgehen“, hatte Hans-Gerd Voelker (FDP) als Marschrichtung ausgegeben. Plane man darüber hinaus, gehe es „in die Hose – siehe Stromberg“, sagte er. „Es war doch Bedarf in Lette“, antwortete Paul Tegelkämper (CDU). Wegen der zögerlichen Haltung sei sogar schon ein Bauwilliger abgewandert. Dass der im Neubaugebiet liegende Spielplatz auf jeden Fall gebaut werde, stehe fest, erklärte Oeldes Stadtbaurat Matthias Abel in der Sitzung.

SOCIAL BOOKMARKS