Zwei Jahre Bewährung wegen Drogenhandels
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Ein 20-jähriger Oelder ist zu einer zweijährigen Bewährungsstrafe wegen Drogenhandels verurteilt worden.
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Ferner muss er eine Geldstrafe von 2000 Euro zahlen und sich unregelmäßigen Drogentests unterziehen. Der junge Mann bekannte sich schuldig, von Mai 2012 bis April 2013 in 20 Fällen Cannabis und Amphetamine verkauft zu haben. Mit seiner Nebentätigkeit verdiente er insgesamt 415 Euro und finanzierte so seine eigene Sucht. Er verkaufte zumeist kleinere Mengen zwischen einem und zwei Gramm. Bei einer Routinekontrolle fand die Polizei eine größere Menge Cannabis im Seitenfach der Beifahrertür seines Pkws mit einem Verkaufswert von 800 Euro. Bei einer Hausdurchsuchung stellten die Beamten weitere 65 Gramm des Rauschmittels sicher. Stutzig machten den Richter die Mengen, die der 20-Jährige veräußern wollte. Waren es in den meisten Fällen bis zu zwei Gramm, wollte der Angeklagte an einen seiner Kunden zwischen sieben und acht Gramm Cannabis für 200 Euro verkaufen. „Für 25 Euro pro Gramm verlässt doch niemand das Haus“, sagte der Vorsitzende. Das zeuge nicht gerade von wirtschaftlicher Cleverness. Der 20-Jährige erklärte, dass er den Käufer, einen Berufsschulkollegen, über den Leisten ziehen wollte, da er diesen unsympathisch fand, und ihm so klar machen wollte, dass er nichts mit ihm zu tun haben wolle. Das Geschäft kam nicht zustande. Die Drogen habe er im Vier-Jahreszeiten-Park und an der Hauptschule in Oelde sowie in Werl und Ahlen angekauft. Die Namen der Hintermänner kennt er laut eigener Aussage nicht. Ihre richtigen Namen hätten sie nicht genannt. Bereits die Einleitung des Strafverfahrens habe seinem Mandanten die Augen geöffnet, sagte dessen Verteidiger. Seit Mai 2013 nehme er einmal pro Woche an Beratungsgesprächen des Arbeitskreises der Drogen- und Jugendberatung im Kreis Warendorf teil und habe seit dieser Zeit keine Drogen mehr genommen, was er mit ärztlichen Gutachten bewies. Zudem arbeite er ehrenamtlich als Hausmeister in einer sozialen Einrichtung. All dies wirkte sich strafmildernd aus. „Seien sie froh, dass sie früh genug die Kurve bekommen haben“, sagte der Staatsanwalt. Amphetamine machten noch den schlausten Kopf kaputt.

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