Zwischen Gehölzen ab in die Tiefe
Bild: Hübl
Normalerweise klettert der Gütersloher Peter Klaus (Firma Grenzenlos) in die Höhe. Am Samstag ist er in Stromberg in die Tiefe abgestiegen, um Gehölze in einem Brunnen zu entfernen und so den Lebensraum zweier seltener Pflanzenarten zu sichern.
Bild: Hübl

Kurze Zeit später hing der Kletterprofi angeseilt und gesichert an einem stabilen Metallgerüst über dem rund 30 Meter tiefen Schacht.

Bis es so weit war, hatten sich sechs Mitglieder des Technischen Hilfswerks (THW), Ortsverband Oelde, mächtig ins Zeug gelegt. Oliver Günther, Daniel Thiemann, Sascha Wiemann, Kevin Heitmann, Philipp Krümpel und Mirko Fölling hatten die Einzelteile des Gerüsts in den Garten von Reinhold Liekenbrock und seiner Schwester Regina transportiert.

 Während sie die Elemente zu einem tragfähigen Ständerwerk über dem Brunnenschacht zusammenfügten, erklärte Heinz-Jürgen Müller vom Amt für Planung und Naturschutz des Kreises die Aktion: „In den Mauerfugen des Brunnenschachts haben sich zwei seltene Pflanzenarten angesiedelt, die durch die Konkurrenz von Gehölzen wie Spitzahorn und Holunder gefährdet sind.“

Mit Hilfe der Kletterer der Gütersloher Firma Grenzenlos und des Technischen Hilfswerks sollten die Gehölze entfernt und damit der Lebensraum der bedrohten Arten gesichert werden.

 

Mehr zu diesem Thema lesen Sie am Montag, 23. Januar, in der Oelder und der Beckumer Ausgabe der „Glocke“.

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