Akustikdecke für Füchtorfs Sporthalle
Bild: Miketta
Die Akustikdecke, die den Schall schlucken soll, könnte in den Osterferien eingebaut werden, sagte Architekt Matthias Ossege.
Bild: Miketta

Die Stadt Sassenberg hatte nach Beschwerden der Hallennutzer die Firma Krämer-Evers beauftragt, die Raumakustik in der nigelnagelneuen Sporthalle zu untersuchen.

Die Nachhallzeit ist deutlich länger, als sie sein sollte

Das Gutachten ergab, dass die Nachhallzeit bei 2,92 Sekunden liegt. Bei Sporthallen sollte dieser Wert allerdings gerade mal 1,81 Sekunden betragen. Durch das Anbringen von 200 Quadratmetern Deckenabsorber soll dieses Problem nun gelöst werden.

„Wir können zu Ostern mit dem Anbau beginnen. Die Maßnahmen würden rund zwei Wochen dauern“, erklärte Architekt Matthias Ossege vom gleichnamigen Büro. Die Halle könnte in diesen 14 Tagen dennoch zur Hälfte genutzt werden. „Wir könnten die Trennwand hochfahren und zunächst an der einen Hälfte bauen, während die andere Seite genutzt wird“, erklärte Ossege. Die zusätzlichen Baumaßnahmen sollen rund 40 000 Euro kosten. „Damit liegen wir aber immer noch im Kostenrahmen für den Bau der Halle“, sagte Ossege.

Ossege und Stadt müssen sich kritische Fragen gefallen lassen

Er musste sich von den Ausschussmitgliedern die Frage gefallen lassen, warum man erst jetzt tätig werde und die Akustikdecke nicht längst angebracht habe. Ossege erklärte, dass das Architektenbüro zunächst davon ausgegangen war, dass die Halle nur für Sportveranstaltungen genutzt wird. „Dann hätten wir auf den Kunststoffschutz an den Wänden setzen können. Da es sich nun aber um eine Mehrzweckhalle handelt, mussten wir Holzprallschutz statt Kunststoff, der leichter brennbar ist, anbringen.“

Für das Holz als Lärmschutz habe es zu dieser Zeit keine Messwerte gegeben.

Hinzu kam der Zeitdruck: „Die Termine mit den Malern und Fußbodenlegern standen. Hätten wir noch an der Decke gearbeitet, dann hätten wir die Termine verschieben müssen und die Halle wäre heute noch nicht fertig, sondern erst im kommenden Jahr“, erklärte Ossege. Er und die Verwaltung räumten ein, dass genau diese Informationen nicht deutlich genug kommuniziert worden seien.

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