Als Au-pair ins sonnige Korsika
Bild: Sulz
13 Wochen Korsika liegen vor der 22-jährigen Linda Wolters. Am Samstag hieß es Abschied nehmen und los ging es in die französische Hafenstadt „L’Île Rousse“ an der Nordküste Korsikas.
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 Dort wird sie gut drei Monate als Au-pair-Mädchen in einer Familie wohnen und arbeiten. „Natürlich bin ich nervös, schließlich weiß man nie, was auf einen zukommt, aber die Vorfreude überwiegt“, lauteten ihre Worte vor der Abreise.

Bereits seit Ende Oktober stand die Sassenbergerin via Skype mit ihrer vierköpfigen Gastfamilie in Kontakt. „Mir war es wichtig, sich vorher schon kennenzulernen, damit man sich bei der Ankunft nicht völlig fremd ist.“ Die Eltern der Familie führen eine eigene Gastronomie und sind deshalb zeitlich sehr eingespannt. Zu Lindas Aufgaben werden daher die Betreuung der achtjährigen Zwillinge gehören – das heißt, mit ihnen zu spielen, sie zum Sport zu bringen und mehr sowie leichte Hausarbeiten.

Ihre Freizeit möchte sie dazu nutzen, möglichst viel zu unternehmen. „Ich habe über das Internet schon andere Mädchen kennengelernt, die zur gleichen Zeit im gleichen Ort als Au-pairs tätig sind“, freute sich die 22-Jährige. Nach ihrem Abitur 2010 am Mariengymnasium Warendorf hatte sie eine Ausbildung zur medizinischen Fachangestellten begonnen und diese im Januar dieses Jahres erfolgreich abgeschlossen.

Im Herbst soll ein Lehramtsstudium mit der Fächerkombination Deutsch / Französisch folgen – eines ihrer Motive, das halbe Jahr Leerlauf für einen Auslandsaufenthalt zu nutzen. „Ich erhoffe mir, nach den drei Monaten die Sprache sehr gut zu beherrschen, sodass ich im Studium keine Probleme bekomme“, so ihre Erklärung. Doch das ist nicht der einzige Grund, sich in dieses „Abenteuer“ zu stürzen: „Ich wollte einfach mal raus, etwas anderes sehen und eine andere Kultur kennenlernen.“ Seit einem Schüleraustausch im Jahr 2005, im Rahmen dessen sie eine Woche lang in einer Familie in Bordeaux gewohnt hatte, war es ihr großer Wunsch, wieder nach Frankreich zurückzukehren und zwar für längere Zeit.

 „Ich liebe die französische Sprache und Kultur“, schwärmte sie und war glücklich, sich ihren Traum von der Rückkehr in die „Grande Nation“ nun zu erfüllen. Freunden und Verwandten in der Heimat, von denen sie große Unterstützung bekommt, bleibt zu sagen: „Au revoir, Mademoiselle. Amuse-toi bien“.

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