Alte Könige sind mit Hesselwasser getauft
Die ehemaligen Könige des traditionsreichen Schützenvereins St. Hubertus Gröblingen-Velsen haben sich in einem eigenen Corps zusammengeschlossen und pflegen dort gern die Gemeinschaft.

Seitdem stehen die ehemaligen Würdenträger wie keine andere Abteilung für einen Verein, in dem Alt und Jung gemeinsam Tradition aufleben lassen.

Zahlreiche Aktionen zeugen von einem aktiven Leben in der Truppe rund um den heutigen Kommandeur Hubert Kortenbreer. „Neben vielen Gelegenheiten, bei denen wir unsere Kameradschaft pflegen, küren wir alljährlich den König der Könige“, sagt Kortenbreer. Das interne Schützenfest findet immer am ersten Samstag im August statt.

 Neben dem Ringen um den neuen Thronfolger wird gleichzeitig der Vorjahreskönig (oder die Königin) in das Corps aufgenommen. Traditionell ist dafür eine Prüfung abzulegen, die das Neumitglied auch als fachlichen Kenner des Vereins ausweist. „Einige Fragen zu Daten und Fakten sind zu beantworten“, weiß der Kommandeur. Was dann folgt, ist seit Jahren fester Brauch in der Kameradschaft der Ehemaligen - die Taufe mit Hesselwasser für den Neuankömmling.

„Früher wurde noch echtes Flusswasser genommen“, erinnert sich Kortenbreer. Heutzutage kommt das Wasser aus dem Hahn. Im Anschluss erhält jeder neue alte König seine persönliche Krawatte mit sorgfältig eingestickter Krone sowie die Königskette, die ihn offiziell ausweist. Geselligkeit steht an erster Stelle im Corps. Alle zwei Jahre begeben sich die Mitglieder auf die „Pättkestour“ durch das Kreisgebiet. Immer am zweiten Samstag im September werden lokale Firmen oder Ausstellungen besucht. Jubiläen und Geburtstage werden in der Runde gefeiert. „Auch die Frauen der Könige treffen

sich im kommenden Jahr und verbringen einen gemeinsamen Tag“, so Kortenbreer. Das wohl schönste und aufwändigste Projekt der ehemaligen Majestäten ist die gemeinsam errichtete „Königsbank“ am Schützenplatz, die bei jedem Schützenfest als Stammplatz des Corps dient. 1992 errichtete das Bauteam um Josef Witte, Bernhard Schulze-Althoff und Karl Braunsmann die gut sechs Meter lange Bank mitsamt Tisch. Stabile Eichenstämme mussten gesägt und befestigt werden, was unter Mithilfe von Schreinermeister Willi Micke mehr als gut gelang.

2003 wurde die Bank noch um ein stabiles Dach erweitert, das seitdem auch an regnerischen Tagen für gemütliche Stunden sorgt. Im Jahr 2013 feiern die Hoheiten ihr 40-jähriges Corpsbestehen. „Eine magische Überraschung ist geplant“, verspricht Kortenbreer.

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