Altkleider helfen, Deutsch zu lernen
Bild: D. Reimann
Mit den Erlösen der Altkleidersammlungen finanziert die Kolpingsfamilie Flüchtlingen, die ein wenig Deutsch können, einen Fortgeschrittenenkursus. Leiterin ist Marie-Theres Zimmer (r.).
Bild: D. Reimann

16 Flüchtlinge, die derzeit in Sassenberg noch auf ihre Anerkennung als Asylant warten, nehmen diese gerne und mit großem Eifer an. Zweimal die Woche findet derzeit im Pfarrheim, ab nächster Woche im evangelischen Gemeindehaus, ein von der Kolpingsfamilie finanzierter Deutschkursus für Flüchtlinge statt.

Dieses Angebot ist die Fortsetzung des Sprachunterrichts, den Georg Burholt und sein Team ehrenamtlich anbieten und durchführen. Wie auch die Caritas-Gruppe vor Ort, der Burholt angehört, möchte die Kolpingsfamilie den Menschen, die hier leben, mit der Vermittlung der deutschen Sprache die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben erleichtern und ihre Integration fördern.

 „Die Teilnahme ist freiwillig. Das Angebot wird gut angenommen“, bilanziert Kolping-Vorsitzender Philipp Röhl nach dem ersten Monat. Auch Kursusleiterin Marie-Theres Zimmer, die schon viele Jahre Integrationskurse an der VHS durchführt, ist zufrieden. „Die Teilnehmer sind engagiert und wissbegierig“, freut sie sich über den Eifer ihrer Schüler.

Gearbeitet wird mit dem Lehrbuch „Ach so!“ Nach Worten Zimmers orientiert sich der Inhalt an den Bedürfnissen der Teilnehmer. Die seien daran interessiert, im täglichen Leben sprachlich zurechtzukommen. Im Vorfeld hatte Zimmer Sprachtests durchgeführt, so dass sich die Gruppe nun, was die Vorkenntnisse angeht, homogen zeigt. Für Zimmer ist das eine gute Ausgangslage: „Je gleicher die Gruppe, desto einfacher und leichter kann man die Teilnehmer da abholen, wo sie stehen.“

Im Gegensatz zu anderen Sprachkursen gibt es hier keine zeitliche Begrenzung. „So lange wir den Kursus bezahlen können, machen wir weiter“, gibt Philipp Röhl die Richtung vor. Wie er sagt, werde das Sprachangebot allein durch die regelmäßigen Altkleidersammlungen finanziert.

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