Anruf genügt: Studentin wird Spargelkönigin
Schweren Jungs boten in Blomberg den Königinnen Platz an. Katharina I. traute sich auf das Trike.

Am kommenden Sonntag endet die Amtszeit von Katharina I. Zwei Jahre lang hat sie die Interessen der Füchtorfer Spargelbauern repräsentiert. Sie war das Gesicht der Gemüse-Erzeuger, sie hat Veranstaltungen besucht, hat die Werbetrommel gerührt – für ihr Heimatdorf, die Stadt und die Region. Zu offiziellen Anlässen stets die Haare gestylt, das Krönchen platziert, ins rote Kleid gehüllt und die Schärpe drapiert. „Man muss es aber auch wollen“, sagt die 22-jährige Studentin. Nicht alles sei stressfrei über die Bühne gelaufen. „Aber wo ist das schon so?“ Darüber, dass sie in einer Stadt holperig als „Königin für Gemüse“ tituliert wurde, kann Katharina I. charmant lächeln. Genau kann sie sich an den Anruf erinnern, der sie auf der einen Seite begeisterte und auf der anderen unversehens zur absoluten Verschwiegenheit verdonnerte. Als Vertreter der Spargelbauern griffen die Familien Kleine Wächter und Schwienheer im November 2014 zum Hörer und stellten die Frage, die kein Nein erlaubt, wenn man mit Herz und Blut Füchtorferin ist. Katharina Kellermann überlegte ein paar Tage, ob sie das Ehrenamt mit ihrem damaligen Studienort Braunschweig vereinbaren konnte. Sie konnte. Später wechselte Kellermann – aus einem anderem Grund – zur Uni in Münster. Was der Zusage folgte, war ein monatelanges Versteckspiel. Ihre Mutter Anne weihte die künftige Repräsentantin ein, ihr Vater Hermann aber erfuhr praktisch während der Inthronisierung auf dem Tie, dass seine Tochter die 13. Spargelkönigin ist.

 

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