Begleiter für mehr Sicherheit im Schulbus
Gedrängel und Geschubse im überfüllten Bus nach Sassenberg hatte eine Beelener Schülerin beklagt. Ehrenamtliche Busbegleiter könnten die Situation ein Stück weit abmildern.

Zu wenig Sitzplätze, zu viel Gedränge im Gang des Schulbusses, der Beelener Schüler täglich nach Sassenberg und zurück bringt: Das hatte die Schülerin Lea Stroick in einem Brief an Bürgermeisterin Elisabeth Kammann und ihren Sassenberger Amtskollegen Josef Uphoff beklagt.

 Im Rathaus nahm Uphoff dazu am Donnerstagabend Stellung: „Die Schüler aus Beelen sind den Bustransport noch nicht gewohnt“, so Uphoff. Sie hätten offenbar noch nicht die nötige Gelassenheit wie ihre Kollegen aus Sassenberg. Auch in der Hesselstadt regt sich allerdings regelmäßig Unmut.

Warum Schüler, die nach dem Ganztagsunterricht aus dem Herxfeld nach Füchtorf zurückgefahren würden, im Bus schlechter gesichert seien als Stückgut auf einem Lkw, wollte ein Vater voriges Jahr im Rahmen einer Sitzung des Ortsausschusses wissen. Die Jungen und Mädchen müssten größtenteils stehen und kämen, ob ihrer Größe, zumeist noch nicht einmal an die Halteschlaufen, um sich im Falle einer Notbremsung oder eines Unfalls, festhalten zu können. Gleiches hat besagte Schülerin jetzt erneut bemängelt.

 Wie viele Sitz- und Stehplätze ein Bus vorhalten müsse, so Bürgermeister Uphoff, gebe der Gesetzgeber vor, und an diese Vorgaben halte man sich. Er sehe zwar die Problematik, die seit Jahr und Tag in der Diskussion sei. Man müsse sich aber, wolle man für jeden Schüler einen Sitzplatz garantieren, über die finanziellen Konsequenzen klar sein. Allein für die 124 pendelnden Schüler aus Beelen fielen durch den Einsatz eines weiteren Fahrzeugs Zusatzkosten von 40000 Euro an, für Sassenberg 100000 Euro.

Zudem werde die Sicherungspflicht seitens der Stadt schon heute restriktiv ausgelegt. So setze man freitags, wenn mehr als 130 Schüler nach Unterrichtsende nach Füchtorf zurück wollten, freiwillig einen zweiten Bus ein. Um auch für Beelen eine Lösung zu finden, sei er bereits im Gespräch mit der dortigen Bürgermeisterin Elisabeth Kammann, sagte Uphoff am Donnerstag. Derzeit erwäge man den Einsatz so genannter Busbegleiter, ehrenamtlicher Helfer, die zumindest für einen geordneten Ein- und Ausstieg sorgen könnten.

SOCIAL BOOKMARKS