Beim Umzug lacht selbst die Sonne mit
Bild: Austrup
„Euer Doppelschloss gibt’s im Baumarkt“, lautete die Botschaft der „Querulanten“ an das Spargeldorf. Persifliert wird damit die Wandlung vom Schloss zum Herrenhaus.
Bild: Austrup

Erst als der letzte Motivwagen das Rathaus passiert hatte, begann es wieder zu schütten. Es wäre auch zu schade gewesen den Umzug, wie ob einer Sturmwarnung bereits angedacht, ausfallen lassen zu müssen. Mehr als 30 Motivwagen und Fußgruppen hatten um 16.22 Uhr im Schulzentrum Aufstellung genommen.

Bange Blicke richteten sich gen Himmel, doch die Sorgen erwiesen sich als grundlos. Angeführt von den Landsknechten schunkelten dann „Panzerknacker“, Juka-Komitee, FWG, die Scheffer-Kollegen der Sassenberger Tollität, viele weitere bunt kostümierte Jecken sowie natürlich Prinz Schucki I. und sein Füchtorfer Amtsbruder Christian I., jeweils mitsamt großem Gefolge, durch die Straßen der Stadt dem Rathaus entgegen.

 Hunderte junge und etwas ältere Narren säumten den Festweg, von der Versmolder- bis zur Schürenstraße einen guten Kilometer lang. „Auch Karius und Bactus sollen sich am Karneval erfreuen“, riefen die „Panzerknacker“ in die jecke Schar, und ließen einen wahren Kamelleregen, der einzige Niederschlag während der halbstündigen Polonaise, auf die Zaungäste niederregnen.

Mit Motivwagen vertreten waren natürlich auch die Landjugenden, die KCK-Elite und die Tollitäten selbst, die hoch zu Prinzenliner beim Verteilen der Süßigkeiten selbst Hand anlegten. Dann war auch schon Bürgermeister Josef Uphoffs „letztes Stündlein“ geschlagen. Das Rathaus wurde im Sturm erobert. Ein symbolischer Schlüssel, und damit die Macht an der Hessel, wechselte den Besitzer. Und so bleibt es bis Aschermittwoch.

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