Blasorchester fördert den Nachwuchs
Bild: D. Reimann
Klarinette zu spielen ist gar nicht so einfach, stellen hier Juliane, Liane und Maresa fest. Lena Borgmann (l.) und Stefanie Tardajewski (r.) vom Gebrasa-Blasorchester geben den jungen Nachwuchskräften gerne Tipps.  
Bild: D. Reimann

 „Warum kommt denn hier kein Ton raus?“ Erstaunt blickt Marese auf ihr Instrument. Erneut setzt das Mädchen an, bläst hinein, aber ein Ton lässt sich nicht vernehmen. „Klarinette zu spielen, ist gar nicht so einfach, wie es aussieht“, erklären Lena Borgmann und Stefanie Tardajewski den Kindern, die sich an vielen Instrumenten versuchen konnten.

Obwohl über 2000 Einladungen an alle Kinder Sassenbergs, die in die dritte bis achte Klasse gehen, per Handzettel verteilt worden waren, fanden aber nur wenige Interessierte mit ihren Eltern den Weg in die Johannesschule. Christian Borgmann, Erster Vorsitzender des Gebrasa-Blasorchesters, sieht die Sache pragmatisch: „Wenn diejenigen, die gekommen sind, bleiben, haben wir schon viel erreicht.“ Wie er berichtet, habe der demografische Wandel das Orchester eingeholt. Viele altverdiente Musiker hätten aufgehört, daher wird verstärkt Nachwuchs gesucht.

Dieser wird vom Blasorchester selbst ausgebildet und gefördert. Während der Grundausbildung erhalten die Nachwuchsmusiker in der Regel zwei bis drei Jahre Einzelunterricht, erklärte Borgmann den interessierten Eltern. Im Anschluss daran findet eine praktische und theoretische Prüfung statt. Dieser stellten sich in diesem Jahr neben Julia Elbin auch Jens Gausemeier, Laura Mußmann, Leonie Stenzel und Hannah Klünker erfolgreich. Sie können nun im Vororchester mitspielen. Hier lernen sie insbesondere das Zusammenspiel mit anderen.

Parallel dazu werden sie weiter durch Einzelunterricht fit gemacht auf ihrem Instrument. Eine weitere Prüfung am Ende dieser Phase bestimmt, ob die Schülerinnen und Schüler ins Hauptorchester aufgenommen werden. Dass sich diese solide, auf einander aufbauende Ausbildung bezahlt macht, beweisen die 20 Musiker des Hauptorchesters bei ihren Auftritten immer wieder.

Beim Workshop zeigte das Blasorchester zu Beginn der Veranstaltung seine Klasse. Am Ende spielten sie gemeinsam mit den Nachwuchsmusikern noch ein paar weitere Stücke. Großer Applaus war allen Akteuren, nicht nur für deren musikalische Beiträge, sondern auch für den interessanten Workshop, sicher.

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