Bürgerstiftung macht Familien mobil
Bild: D. Reimann
Burkhard Schröder freut sich gemeinsam mit der Familie Al Naamo, die seit Anfang der Woche wieder vereint ist. Für die Neuankömmlinge hat er die von der Flüchtlingshilfe bereitgestellten Fahrräder wieder flott gemacht. Das Bild zeigt Bild: (v. l.) Salam Al Naamo, Rewan, Sandi, Burkhard Schröder, Areawn und Nermin.
Bild: D. Reimann

Die Freude darüber steht dem Familienvater ins Gesicht geschrieben. Auch die Kinder freuen sich sehr, ihren Vater endlich wieder bei sich zu wissen. Ein weiterer Grund zur Freude bot sich den Neuankömmlingen jetzt in der Gercko-Halle. Denn dort durften sie sich ein gebrauchtes Fahrrad aussuchen.

 „Wir haben eine Spende von der Bürgerstiftung in Höhe von 500 Euro für die Flüchtlingshilfe erhalten. Das Geld nutzen wir für die Fahrräder“, berichtete Elisabeth Lückewerth, Sprecherin der Flüchtlingshilfe. Wie sie sagte, gingen die Fahrräder nur noch an Neuankömmlinge.

„Viele Flüchtlinge bekommen jetzt Hartz IV, und damit wir keine soziale Ungleichheit schaffen, müssen sie sich nunmehr selbst um ihre Räder kümmern“, so Lückewerth. Für die im Rahmen der Familienzusammenführung ankommenden Personen hält die Flüchtlingshilfe weiterhin gebrauchte Fahrräder parat.

Diese werden ehrenamtlich von Burkhard Schröder, dem Ehrenvorsitzenden der Sassenberger Radsportgruppe, flott gemacht. Er steht dabei in engem Kontakt mit Elisabeth Lückewerth, die ihn informiert, wie viele und welche Fahrzeuge zu welchem Zeitpunkt benötigt werden. „Sie sagt mir, wer wann kommt, und dann mache ich mich an die Arbeit“, so Schröder. Wie er weiter sagte, seien Kinderfahrräder Mangelware. Wer also noch alte Schätzchen in der Garage stehen hat und diese loswerden möchte, sollte sich einfach mit ihm oder Elisabeth Lückewerth in Verbindung setzen. Apropos Spenden. Lückewerth zeigt sich natürlich hocherfreut über die Spende der Bürgerstiftung. „Das Spendenaufkommen hat generell nachgelassen. Die Leute denken jetzt alle, es läuft von selbst. Aber wir haben immer noch Aufgaben und Projekte, die finanziert werden müssen.“

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