Bus-Ärger nervt Füchtorfer Familie
Bild: Miketta
Andrea und Joachim Völzke werfen Westfalenbus vor, sich nicht ausreichend um die Fahrgäste zu kümmern. „Das Verhalten der Busfahrer ist inakzeptabel“, sagt Andrea Völzke.
Bild: Miketta

„Die Busfahrer sind unfreundlich, kommen zu spät, werfen Kinder aus dem Bus oder lassen Menschen mit Behinderungen im Regen stehen“, erklärt Völzke. Sie habe es bereits miterlebt, wie Busfahrer genervt auf Fragen von Reisenden antworteten oder Gäste in den Gang fielen, weil der Busfahrer nicht wartete, bis alle Menschen saßen. „Und das sind keine Einzelfälle. Das kommt auf dieser Strecke immer wieder vor“, betont Völzke.

Busfahrer wurde gefilmt, wie er während der Fahrt am Handy spielt

Von ihren Kindern Jesse und Angel, die beide in Warendorf zur Schule gehen, höre Völzke weitere Geschichten. „Die beiden nehmen jeden Morgen um 6.19 Uhr den R 15. Das zuständige Busunternehmen ist Westfalenbus. Meine Kinder haben mir erzählt, dass zwei Jungen sogar mal aus dem Bus geworfen wurden, weil sie aus Versehen die Tickets vertauscht hatten“, berichtet die Füchtorferin.

Zudem filmte Tochter Jesse einen Busfahrer, der während der Fahrt mit seinem Smartphone spielte. Das Video liegt der „Glocke“-Redaktion vor. „Sowas geht gar nicht. Das ist verantwortungslos“, ist Völzke sauer über solch ein fahrlässiges Verhalten.

„Das kann man einfach nicht mehr akzeptieren“

„Das kann man einfach nicht mehr akzeptieren“, sagt auch Joachim Völzke. Er habe selbst miterlebt, wie ein Busfahrer einem Rollstuhlfahrer an der Haltestelle am Rathaus in Sassenberg die Hilfe beim Einstieg verwehrte. „Der Fahrer ist nicht aufgestanden und hat die Rampe ausgefahren. Das hat dann ein Fahrgast übernommen.“

Eine Pressesprecherin von Westfalenbus, einer Tochter der Deutschen Bahn, erklärt in einem Schreiben an „Die Glocke“: „Der zuvorkommende und respektvolle Umgang mit Kunden hat einen extrem hohen Stellenwert für die Deutsche Bahn. Unsere Mitarbeiter werden regelmäßig intern geschult, im Umgang mit Kunden und auch zu sicherheitsrelevanten Themen.“

Nur die Umsetzung sieht Völzke nicht. „Wir erleben es regelmäßig anders“, sagt Joachim Völzke. „Dabei ist es doch gar nicht so schwer, etwas freundlich zu den Gästen zu sein und zu warten, bis sich alle hingesetzt haben, damit alle sicher mitfahren können.“

Mehr zum Thema lesen Sie in der „Glocke“ am Samstag.

SOCIAL BOOKMARKS