CDU hat doch absolute Mehrheit
So sieht die fehlerbereinigte Sitzverteilung im neuen Rat aus. Da zu den 13 Sitzen der CDU die Stimme des CDU-Bürgermeisters hinzugerechnet werden muss, haben die Christdemokraten eine absolute Mehrheit.

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Wie Wahlleiter Martin Kniesel am Mittwoch mitteilte, sind in vier der 13 Wahlbezirke am Sonntagabend Fehler gemacht worden. Die Auszähler haben beim Übertragen der Ergebnisse in die entsprechenden Listen jeweils die Spalten der Grünen mit denen der FDP verwechselt.

Im Ergebnis hatte das dazu geführt, dass das vorläufige Endergebnis für die Grünen 61 Stimmen zu wenig auswies, die fälschlicherweise der FDP zugerechnet worden sind.

 Die Bündnisgrünen haben tatsächlich 7,74 Prozent der Stimmen erzielt, fälschlicherweise war bei der Sitzberechnung des Rats von 6,71 Prozent ausgegangen worden.

Bei der FDP ergibt sich ein „neues“ Ergebnis von 5,07 statt 6,1 Prozent. Das hat Konsequenzen für die Sitzverteilung im neuen Rat, wie der Wahlausschuss am Dienstagabend festgestellt hat.

So verliert die FDP einen Sitz und stellt statt zwei mit Johannes Philipper nur noch einen Mandatsträger. Der Liberale hat keinen Fraktionsstatus, kann also in Unterausschüssen nicht mitstimmen.

 Die Grünen haben nun zwar mehr Stimmen, es bleibt für sie aber bei zwei Sitzen im Rat. Durch die Neuberechnung fällt allerdings das Überhangmandat weg, das der Freien Wählergemeinschaft zugerechnet worden war. Sie darf nur fünf statt sechs Ratssitze für sich vereinnahmen.

 Daher besteht der neue Rat nicht, wie angenommen, aus 28, sondern aus 26 Mitgliedern. Da die CDU ihre 13 Direktmandate behält, wird sie künftig, rechnet man die Stimme von CDU-Bürgermeister Josef Uphoff, der ebenfalls stimmberechtigt ist, hinzu, über 14 Stimmen und damit die absolute Mehrheit verfügen. Denn alle anderen Parteien zusammen zusammen kommen lediglich auf 13 Mandate. Die Übertragungsfehler sind in einem Füchtorfer Wahllokal („Blauland“) sowie in den Sassenberger Wahllokalen „Johannesschule“, „Wolke 7“ sowie „Abenteuerland“ passiert.

 „Die dadurch eingetretene Verwirrung tut uns leid, die Fehler waren aber am Sonntagabend bei der Bekanntgabe des vorläufigen Endergebnisses noch nicht zu erkennen“, bedauert Wahlleiter Kniesel. Er kann sich an vergleichbare Fälle in Sassenberg nicht erinnern.

Durch die Neuberechnung verlieren Karsten Schuckenberg (FWG) und Sandra Niemerg (FDP) ihre Ratsmandate.

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