Dackmarer befürchten „Windkraft-Supergau“
Drei Windkraftanlagen vom Typ Vestas V150-4.2 plant ein Investor in Dackmar. Die Anlieger befürchten negative Folgen nicht nur für sie.

 In einem offenen Brief an Bürgermeister Josef Uphoff, der von 42 Anliegern unterschrieben ist, machen sie ihrem Unmut über die Pläne eines Investors Luft:

 Eine so genannte Bürgerenergiegesellschaft mit Sitz in Brandenburg, so heißt es darin, „plant in Dackmar die Errichtung dreier Windkraftanlagen, die in diesen Dimensionen bisher ihresgleichen in Deutschland suchen.“

 Unweit des Warendorfer Landwegs, des Radwegs R1, einer Reitroute, des Jakobswegs und des Emsauenwegs sollen den Informationen der Nachbarn zufolge drei Windenergieanlagen „in einer für den Laien kaum vorstellbaren Größenordnung entstehen“.

Die Rede ist von 125 Metern Nabenhöhe bei einem Rotordurchmesser von 150 Metern. „Zum Vergleich“, so die Dackmarer, „schaut der Warendorfer auf einen 65 Meter hohen Kirchturm der Laurentiuskirche.“ Bei vorgesehenem Abstand von gerade 500 Metern zu Wohnhäusern müssten die Anlagen als „optische Bedrohung“ empfunden werden.

Doch nicht nur die Heimat des Menschen, auch die von Fledermaus, Rotmilan, Uhu, Kibiz und Bussard sei in Gefahr. Auch die Belästigung durch Lärm, Infraschall, Vibrationen im Erdreich und Schattenschlag werde viele Bürger in Sassenberg und Warendorf „in ihrer Lebensqualität nachhaltig beeinträchtigen.“ Und es gebe noch ein entscheidendes Argument gegen immer größere Windmühlen:

„Mögliche Unfälle der Anlagen wie Brände der Generatoren, die mit bis zu 1200 Litern Getriebeöf befüllt sind, stellen die örtlichen Feuerwehren vor ganz neue Herausforderungen“, so die Anlieger. Nicht zuletzt sei in diesem Zusammenhang auch der Schutz des Grundwassers ein zu bedenkender Aspekt.

 Die Anlieger fordern die Mitglieder des Rats der Stadt auf, „diesen Supergau noch zu verhindern beziehungsweise mit Weitsicht zu entscheiden.

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