Der Hausmeister geht von Bord
Bild: D. Reimann
Für treue Dienste dankten Manfred Ackermann Bürgermeister Josef Uphoff und Hauptamtsleiter Martin Kniesel (v. l.).
Bild: D. Reimann

Nur drei Monate fehlen dem 65-Jährigen, um 50 Arbeitsjahre insgesamt und die 20 Jahre in Diensten der Stadt vollzumachen. Die Arbeit als Hausmeister war für den gelernten Werkzeugmechaniker stets mehr als nur Broterwerb oder reine Pflichterfüllung: „Es war eine sehr schöne Zeit, in der man sich immer wieder auf Neues einstellen musste“, so Ackermann.

Durch die neuen Herausforderungen und Erfahrungen habe er sich weiterentwickelt, Know-how in den Bereichen Technik, Menschenführung und Organisation erworben. Am 19. Juli 1957 habe Ackermann seine Arbeit bei der Stadt aufgenommen, zeichnete sein Dienstherr, Bürgermeister Josef Uphoff, die Laufbahn Ackermanns in seiner Ansprache nach. War der städtische Mitarbeiter anfänglich alleinig für die Übergangsheime zuständig, kamen später Hausmeistertätigkeiten an Kindergärten sowie der Nikolaus- und der Realschule und der Schülerfahrdienst hinzu.

 „Du bist mit deiner gelassenen und offenen Art mit jeder Aufgabenstellung hervorragend zurechtgekommen. Jeder hat sich gefreut, dich als verlässlichen Kollegen an seiner Seite zu wissen“, bekannte Uphoff. „Dass Sie ab morgen nicht mehr hier sein werden, ist kaum vorstellbar“, erklärte auch Realschulleiterin Christa-Maria Stuckenberg-Sitterberg. Sie bezeichnete Ackermann als „Meister des Hauses“, als einen Teampartner mit hohen menschlichen, praktischen und durchaus pädagogischen Qualitäten, wenn es zum Beispiel darum ging, ein paar übermütige Schüler zur Raison zu bringen.

 „Jemanden wie Manfred Ackermann findet man weit und breit kein zweites Mal“, sagte die Schulleiterin. Auch für Hauptschulleiterin Anneliese Ossege war Manfred Ackermann „der wichtigste Mann vor Ort“. Ohne einen guten Hausmeister laufe nichts, sagte sie. Als Dankeschön überreichte sie Ackermann ein Rosenbäumchen mit den Worten:“ Wenn Du die Pflanze so nett behandelst wie uns, wirst Du lange Freude an ihr haben.“.

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