Designerware zum Schnäppchenpreis
Bild: D. Reimann
Ein großes Angebot bestimmte die Börse, die mit hochwertigen Textilien und Accessoires gespickt war. Gut erhaltene Marken- und Designerware wurde zu Schnäppchenpreisen feilgeboten. Zahlreiche Besucher reisten zum Teil von weit her an, um das nicht alltägliche Angebot in Augenschein zu nehmen. Insgesamt wurden 12 500 Euro erwirtschaftet.
Bild: D. Reimann

 Diesem ganz besonderen Lockruf folgen am 1. Mai stets Heerscharen von Frauen. Die meisten von ihnen lassen sich von Freundinnen begleiten, die wunderbar als Beraterin oder Motivatorin fungieren. Einige Wenige haben auch ihre Männer im Gepäck. Diese müssen jedoch charakterlich gefestigt und geduldig sein. Wenn sich die Herren nicht gerade für die gut erhaltene Männermode nebst Krawatten interessieren, sieht man sie schicksalsergeben im Eingangsbereich des Annensaals sitzen, von wo aus sie die Blicke schweifen lassen können über das Getümmel, das in dem großen Annensaal herrscht.

Elke Schmidt hat Glück. Ihr Begleiter, ihr Mann Werner, ist so ein geduldiger Mensch. Er steht vor der Kabine, wartet, berät seine Frau und stellt – ganz Kavalier – seinen Arm als Kleiderablagefläche zur Verfügung. „Es ist witzig hier“, befindet der Münsteraner, der zum ersten Mal diese Kleiderbörse besucht. Wie er sagt, amüsiert es ihn zu sehen, mit welch begehrlichen Blicken die Frauen nach dem günstigen und doch schicken Teil den Saal generalstabsmäßig durchkämmen. Dabei haben die Damen in der Tat viel zu tun. Zahlreiche Kleiderständer gilt es abzuarbeiten.

 An manchen gibt es Blusen, an anderen Mäntel, Blazer und Kleider. Nicht zu vergessen die Schuhe, Accessoires und die Hüte. Sogar glitzernde und schillernde Abendmode ist auf der „First Class“-Börse zu haben. Die Schnäppchenjagd der Besucherschar ist von Erfolg gekrönt. Zeugnis davon legt die lange Schlange Frauen ab, die an der Kasse steht, um ihre Beute zu bezahlen. Das Gute am Einkauf: Frau konnte dieses ganz reinen Gewissens tun. Denn der Erlös von 12 500 Euro geht einem guten Zweck zu. So wird nicht nur die von Myriam Freifrau von Korff gegründete Anna-Konstantin-Stiftung bedacht, die Reittalente fördert, sondern auch die Kindernothilfe Münster sowie ein Schulprojekt für Mutter und Kind in Adis Abeba, die beide unter der Schirmherrschaft von Siggi Spiegelburg stehen. Über Unterstützung kann sich auch der Förderverein „Freunde und Förderer des Denkmals Harkotten“ freuen, der sich für den Erhalt der Wandmalereien im Herrenhaus Harkotten stark macht.

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