Die Schulleitung hat vorbildlich gehandelt
 Die Polizei zeigt zurzeit in Sassenberg mehr Präsenz.

Der Leiter der Polizeiwache Warendorf reagierte damit auf Vorwürfe von zwei Eltern-Vertretern. Diese hatten sowohl der Aufsichtsbehörde als auch dem Träger und der Schulleitung Passivität unterstellt.

Ultimatum gestellt

Hintergrund ist der Verdacht, dass ein namentlich nicht ermittelter Mann auf dem Schulgelände und auf dem zur Johannesschule führenden Schulweg Kinder angesprochen haben soll („Die Glocke“ berichtete). Einige Eltern hatten daraufhin in einem Schriftstück die zuständigen Stellen ultimativ zur Beantwortung von Fragen aufgefordert und einen Maßnahmenkatalog erstellt, mit dem man das Schulgelände sicherer gestalten könne. Sie habe sich seit dem Bekanntwerden des ersten Falls schützend vor die Kinder gestellt, erklärte am Donnerstag Maria Erdmann. Schulpflegschaft, Schulaufsicht, Polizei und die Stadt seien informiert worden. „Unverzüglich sind die Kinder durch die Lehrer sensibilisiert worden“, sagte die Schulleiterin. In drei Elternbriefen habe sie Transparenz geschaffen und über sämtliche Überlegungen die Beteiligten informiert. „Was ist zu tun, um mit Besonnenheit die Kinder zu schützen?“, diese Frage habe ihr Tun und das des Kollegiums bestimmt. Die Schulbegleitung sei intensiviert worden, der Eingangsbereich werde mit Unterrichtsbeginn geschlossen. Im Übrigen habe das Präventionssystem („Mein Körper gehört mir“) gegriffen, sagte Erdmann. In allen vier Fällen seien die Kinder aktiv geworden, und hätten den Vorfall angezeigt. Bürgermeister Josef Uphoff trat energisch der Behauptung entgegen, ein Junge sei bei dem Kontakt mit einem Fremden verletzt worden. Schulamtsdirektorin Karin Sannwaldt-Hanke und Uphoff stellten klar, dass alles Handeln der Verantwortlichen von der Maxime bestimmt worden sei, „mit Ruhe die Kinder zu schützen“.

Gefühl der Sicherheit

Sämtliche Kommunikationswege habe sie offengehalten, ergänzte Maria Erdmann, die beim Schutz der Kinder unter anderem auf erhöhte Polizei-Präsenz vertraut. Ludwig Austermann nimmt die gemeldeten mutmaßlichen Nötigungen sehr ernst, verweist aber darauf, dass kein Fall verifiziert sei. Die Polizei untersuche die Fälle. Schulamtsdirektorin Sannwaldt-Hanke bestätigte, dass der „Schulfrieden beschädigt ist“. Maria Erdmann und ihrem Kollegium sei es aber zu verdanken, dass die Johannesschule den Eltern das Gefühl vermittle, die Kinder seien dort sicher aufgehoben.

SOCIAL BOOKMARKS