Förderung für neues Reithallendach
Foto: Reimann
Die Füchtorfer Reithalle ist in die Jahre gekommen: Mit Hilfe der Sportstättenförderung kann der 40 Jahre alte Bau nun saniert werden.
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Sie haben  am Mittwochabend die Gunst der Stunde genutzt und sich per WhatsApp für eine Reiteinheit in der Reithalle angemeldet. „Aufgrund der Corona-Bestimmungen müssen wir das jetzt so koordinieren, damit nicht zu viele auf einmal da sind“, erklärt Stefanie Oertker, die ebenfalls seit sie denken kann, das Glück auf dem Rücken der Pferde findet. 

Die Mutter zweier Kinder führt den Zucht-, Reit- und Fahrverein, der 1933 gegründet wurde, seit 15 Jahren als Vorsitzende an. Wie sie berichtet, dürfe der Verein zurzeit Einzelunterricht draußen anbieten. Der Dressurunterricht in der Halle, der sonst in Vierergruppen stattfindet, ist aufgeteilt auf eine halb Stunde Einzelunterricht für jeden. Das Springtraining in Fünfergruppen indes muss noch ausfallen. „Wegen Corona ist hier jetzt nicht so viel los wie sonst“, bedauert Stefanie Oertker. 

Ein großer Lichtblick in Zeiten des gegenwärtigen Verzichts stellt daher die Zusage des Sportstättenförderprogramms dar, den Zucht-, Reit- und Fahrverein mit 158 900 Euro zu fördern. Dieses vom Land NRW aufgelegte Programm richtet sich speziell an Vereine mit Eigentum. Es soll helfen, den massiven Modernisierungs- und Sanierungsstau abzubauen, der in vielen Vereinen mangels finanzieller Mittel herrscht. 

Auch die Füchtorfer Reithalle, in deren Modernisierung das Geld fließen soll, ist nach 40 Jahren ein wenig in die Jahre gekommen. „Dabei haben wir viel in Eigenleistung erbracht“, berichtet Oertker. Neben der Hallenbodenpflege haben die Mitglieder, die Oertker mit 135 beziffert, die Wände immer mal wieder gestrichen, den Aufenthaltsraum saniert und die Außenanlagen in Schuss gehalten. „Jetzt hat das Dach oberste Priorität, da liegen noch alte Asbestplatten drauf“, so Oertker. Deshalb soll es komplett erneuert und mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet werden, erklärt die Vorsitzende. Auch die Fenster rund um die Halle seien im Lauf der Jahre blind geworden und sollen ersetzt werden. Gleiches gelte für das Holz, das an vielen Stellen morsch sei.

Ich hoffe, dass wir das Dach bis zu unserem Sommerturnier am 1. Juli fertiggestellt haben werden“, blickt Oertker optimistisch in die Zukunft. Wie die Schwestern Schierloh schätzt auch sie das rege Vereinsleben, das durch Corona massiv zurückgefahren werden musste. So ist nicht nur das Sommerturnier eine feste Größe im jährlichen Veranstaltungskalender, einen weiteren Höhepunkt stellt auch die Fuchsjagd mit anschließendem Reiterball dar. Zudem wird das Vereinsturnier mit anschließender Nikolausfeier immer beliebter. Um das Wohl des Reiternachwuchses kümmern sich mit Sarah Röttger und Kathrin Nierkamp gleich zwei Jugendwarte. Mit Geschicklichkeitsparcours, Brennballturnieren, Zelten an der Reithalle oder Osterfrühstück halten sie die Nachwuchsreiter bei der Stange. Alle hoffen nun, dass sie diese Aktivitäten bald wieder aufnehmen können – in der und rund um die rundumerneuerten Halle.

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