Frauen stricken für Schulbänke in Indien
Bild: Fabich
In seinem neuesten Projekt setzt sich der Strickkreis der Lepra- und Missionskreis Füchtorf für ein Bildungsprojekt in Indien ein. Symbolisch setzten sich (v. l.) Maria Tellen und Elfriede Triphan an eine historische Schulbank zum Stricken.
Bild: Fabich

Im neuesten Projekt geht es um den Bau einer Grundschule in Langlangso/Indien. Langlangso ist ein kleines Dorf im Nordosten Indiens, etwa 20 Kilometer von der nächsten größeren Ortschaft entfernt. Hier fehlt, was für andere Orte in der Umgebung bereits zum Alltag gehört, wie etwa Trinkwasseranlagen, medizinische Versorgung, Transportwege und Schulen. Die Franziskusbrüder haben in der Gegend ein Missionszentrum, zu dem eine Schule (bis zum zehnten Schuljahr) und ein Schulheim gehören.

Bildungsarmut in Langlangso

Für die Kinder aus Langlangso ist jedoch der Schulweg zum Zentrum zu weit. Franziskusbruder Robert berichtet von Langlangso: „Die Menschen leben dort in größter Armut. Die Zukunft der Kinder ist ohne Schulausbildung zum Scheitern verurteilt, es gibt kaum Arbeitsmöglichkeiten.“ Die Kinder arbeiten täglich mit auf den Feldern. Ohne Schulausbildung werden sie keinen Beruf ergreifen können und sich nicht selbst aus der Armutsspirale befreien können.

20 Schulbänke finanziert

Mit einem „Nein zur Endstation Bildungslosigkeit“ soll nun in Langlangso eine Grundschule gebaut werden, die die Kinder bis zur fünften Klasse ausbildet. Der Lepra- und Missionskreis hat für die Grundschule in Langlangso 20 Schulbänke finanziert. Wer sich am Kauf weiterer Schulbänke beteiligen möchte, hat dazu am Sonntag Gelegenheit. Dann findet das Solidaritätsessen im Füchtorfer Pfarrheim statt, zu dem der Caritasverband ab 11.30 Uhr einlädt. Bei Suppe, Reibeplätzchen, Waffeln und Nachtisch lasse sich der herbstliche Sonntagmittag gemütlich in Gemeinschaft verbringen, heißt es vonseiten der Veranstalter. Die Einnahmen des Solidaritätsessens kommen ebenfalls der Schule in Langlangso zu Gute.

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