Freunde treffen sich  an historischer Stätte
Bild: D. Reimann
Freunde sind (stehend, v. l.) Dirk Schöne, Heinz-Josef Mönter, Henrik Schulte Im Hof und Udo Brune sowie (sitzend v. l.) Birgit Schepers, Horst Hardiek und Gregor Krützkamp.
Bild: D. Reimann

 Am Sonntag hieß dazu der Gastgeber der diesjährigen Veranstaltung, der Verkehrsvereins Bad Laer, vertreten durch den stellvertretenden Bürgermeister der niedersächsischen Gemeinde, Heinz-Josef Mönter, Birgit Schepers vom Verkehrsverein sowie Henrik Schulte Im Hof vom Ortsrat Winkelsetten, zahlreiche Gäste aus Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen an historischer Stätte willkommen. Trotz der Beschaulichk

eit des Ortes, der heute eine feste Größe in der vom ADFC als Premium-Radwanderweg ausgezeichneten Grenzgängerroute Teuto-Ems ist, war das Gebiet in der Vergangenheit nicht ungefährlich. Wo heute die drei Kreise Gütersloh, Warendorf und Osnabrück aufeinandertreffen, bildeten in grauer Vorzeit die selbstständigen Territorien Grafschaft Ravensberg, Fürstbistum Münster und Hochstift Osnabrück das Grenzdreieck, führte Schepers die Anwesenden in ihrer Begrüßungsansprache ein wenig in die Geschichte ein.

Wie sie weiter sagte, waren die Länder damals politisch, wirtschaftlich und vor allem auch konfessionell voneinander getrennt. Gerade wegen der Konfessionsgrenzen habe lange Zeit kein Austausch zwischen den „Luttersken Bücken“ und den „katolsken Braken“ stattgefunden. Das Dreiländereck sei zudem gefürchtet gewesen, weil sich dort der Rückzugsort einer Räuberbande, der sagenumwobenen Unkemänner, befunden habe.

 Die starke wirtschaftliche und konfessionelle Trennung von einst gebe es heute nicht mehr, geblieben sei jedoch die Zugehörigkeit zu den verschiedenen Kreisen und Gemeinden. Umso mehr freuen sich die Veranstalter daher über interkommunale Projekte, wie das jährliche Dreiländerecktreffen, das im Wechsel von den Heimatvereinen Versmold und Füchtorf sowie dem Kur- und Verkehrsverein Bad Laer ausgerichtet wird.

 „Wir kommen immer gern mit dem Freundeskreis hierher, hier gibt es leckeren Kuchen, schöne Musik und es ist lustig“, brachten es einige Besucher auf den Punkt. Das zu hören, wird die Organisatoren freuen, schließlich gilt es, Brücken zu schlagen und miteinander ins Gespräch zu kommen. „Grenzen überwinden“, so hatte es Schepers formuliert, „schafft Frieden, bedeutet wirtschaftliche Zusammenarbeit, nimmt die Angst vor Nachbarn und lässt aus Fremden Freunde werden.“

SOCIAL BOOKMARKS