Fuchs und Hase auf die Spur gekommen
Bild: C. Alsmann
Die Jäger Martin Sievers und Daniela Detmer und Christian Rath (hinten, v.r.) bringen in ihrer Freizeit Kindern mit erlebnisorientierten Methoden Wald, Wildtiere und Jagd spielerisch nahe. Auch Labradorhündin Tessa stand den Forschern bei ihren Erkundungen auf dem Schützenplatz zur Seite.  
Bild: C. Alsmann

Allerdings durfte die lehrreiche Aktion in diesem Jahr nicht im Waldgebiet des Sassenberger Brook stattfinden. Das Forstamt untersagt jegliche Aktivitäten dieser Art in Naturschutzgebieten. Sehr schade findet das Martin Sievers. „Gerade dort kann man Kindern wunderbar vermitteln, wie man sich richtig im Wald verhält.“ Der Schützenverein stellte daraufhin gerne seinen Platz für die Aktion zur Verfügung.

„Ihr müsst Euch gut konzentrieren und alle Sinne einsetzte“, forderte Sievers die Aufmerksamkeit der Kinder und erntete zustimmendes Kopfnicken. Sehen, hören, riechen, fühlen und schmecken waren gefragt. Sievers hatte mit seinen Helfern Daniela Detmer und Christian Rath Stationen errichtet. Sie teilten die Kinder in drei Gruppen auf und los ging es. Auf dem Barfußparcours mit nackten Füßen und verbundenen Augen verschiedene Bodenarten erkunden war eine Station.

An anderer Stelle lagen kleine Säckchen aus. Hierin befanden sich Gegenstände die im Wald zu finden sind und die ertastet werden wollten. An unterschiedlichen Sachen riechen, Düfte erkennen und zuordnen gehörte ebenfalls zu den Aufgeben. Was gehört in den Wald und was nicht? Gehört eine Möwe auch dazu? Die Waidleute hatten neben einer Eule und dem Kiefer eines Rothirsches verschiedene Dinge mitgebracht, und die Kinder sollten bestimmen, was hierher gehört und was nicht.

 Für Aufregung sorgte kurz vor Ende ein Erdwespenvolk. Ein Mädchen hatte das Nest aufgetreten und aufgebracht stachen die Tiere einige Male zu.

Gegen 18 Uhr trafen sich dann Alle unter dem Pavillon. Dort stärkten sie sich mit den mitgebrachten Broten und schützten sich vor dem einsetzenden Gewitterregen. Spannende zwei Stunden gab es dann jeweils zu zweit mit einem Jäger auf den Hochsitzen in den Revieren rund um Sassenberg. Mucksmäuschenstill sein und dann mit dem Fernglas Rehe, Hasen, Fuchs und Eichhörnchen in ihrem natürlichen Lebensraum entdecken sorgte für Faszination.

 „Der vorangegangene Regen war hierfür gerade ideal“, freute sich Jagdexperte Sievers. „Rehe und die anderen Waldbewohner kommen aus ihren Verstecken, um sich vor Regenwasser zu schützen, das aus den Bäumen tropft.“ Auch diese Aktion war also ein voller Erfolg.

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