Füchtorfer zeichnet für den guten Zweck
Foto: privat
Pierre Musa zeichnet leidenschaftlich gern: Die Erlöse, die seine Werke bringen, spendet er an seine Stiftung „Homeland Collection Fund“.
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„Das freut mich natürlich und ist eine schöne Bestätigung für meine Arbeit“, sagt Musa. Dabei geht es ihm nicht nur um die positive Rückmeldung in den sozialen Netzwerken, sondern um bedeutend mehr: Denn die Porträts, die der Füchtorfer zeichnet, werden ausschließlich für einen guten Zweck versteigert. Die Erlöse, die seine Werke bringen, fließen nicht in die eigene Tasche, sondern in den von Musa gegründeten „Homeland Collection Fund“.

Einsatz für Chancengleichheit in Entwicklungsländern

So will der Füchtorfer Gleichberechtigung in Entwicklungsländern fördern. „Mir ist es wichtig, Gutes zu tun. Das ist alles“, betont der Student, der in der schottischen Hauptstadt Edinburgh Sprachen und interkulturelle Kommunikation lernt und nebenbei für den guten Zweck malt.

Wobei „nebenbei“ relativ zu verstehen ist. „Für mich ist es mittlerweile mehr als ein Hobby“, berichtet der 21-Jährige. Seit Jahren zeichnet er leidenschaftlich gern. Seinen Stil nennt er Graphit-Realismus.

Pierre Musa zeichnete Naomi Campbell.

„Seit 2017 habe ich das Zeichnen intensiviert“, erklärt er. Durch die zunehmende Bestätigung griff Musa immer häufiger zum Bleistift. Seine Models, die er zeichnet, sind meist Freunde oder Bekannte. „Ich fotografiere die Menschen, zeichne sie dann und gebe dem Porträt weitere Eigenschaften. Dabei lasse ich meiner Kreativität freien Lauf“, erklärt Musa.

Für manche Werke brauche er rund 100 Stunden. Auf die Details komme es. Denn Musa zeichnet nicht einfach nur Gesichter, er will durch seine Werke Geschichten erzählen. „Porträts sind sehr attraktiv, weil sie gute Kommunikationsmittel sind.“

Und sie sind begehrt. Erst neulich wurde eine Zeichnung auf einer Wohltätigkeitsveranstaltung in Dublin für einen vierstelligen Betrag versteigert – die Preise für Musas Werke steigen.

Was die französische Botschaft von Pierre Musa wollte und wieso der Füchtorfer nebenbei als Forschungsassistent an der Uni Cambridge arbeitet, lesen Sie in der „Glocke“ am Dienstag.

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