Füchtorfs Prinz wunschlos glücklich
Bild: Alsmann
Die Bürger feierten am Montagvormittag ausgelassen ein Kostümfest.
Bild: Alsmann

Pünktlich um 9.33 Uhr setzte sich der närrische Lindwurm auf dem Tie in Bewegung. Musikgruppen, bunt gekleidete Fußgruppen, darunter die leuchtenden „Feuerwehr-Kerzen“ mit ihren „Flämmchen“ und der vom Prinzen gewünschte, neue Karnevalswagen seines Familienkreises waren am Montag unterwegs. Prinz Markus I., von Farbpalette und Schützenkette, mit Prinzessin Heike I. und dem Gefolge hoch oben auf dem prunkvollen Wagen, wurden auf dem Schulhof von den Bewohnern der Sesamstraße erwartet (alias Schulleiterin Marlies Borisch und das Team der Lehrerinnen). Sie begrüßten mit den Grundschülern die Karnevalisten. In kürzester Zeit tanzten nicht nur die Schüler, nein, der gesamte Schulhof stimmte ein: „Wer, wie, was – wieso, weshalb, warum ...“. Der Bürgermeister der Füchtorfer, Dirk Schöne, begrüßte das Füchtorfer Narrenvolk: „Mindestens 30 Prozent der Füchtorfer Einwohner sind hier, das bekommen nicht mal die Kölner hin.“ Er handelte prompt ein hausaufgabenfrei raus, selbstverständlich gab es dafür über einen Orden vom Tanzmariechen. Nach Begrüßungsworten, Ordensverleihungen, Gesang und Tanz, nahmen die Gruppen wieder Aufstellung, und es zog alle mit viel Helau und musikalischer Begleitung durch Spielmannszug und Musikverein zurück zum Tie, wo ein stimmungsvolles Bühnenprogramm für heitere Stunden sorgte. Schunkeln und Mitsingen erwiesen sich als gutes Mittel gegen kalte Hände und Füße. Manchem Jecken half aber auch der eigens für den Rosenmontag gebraute „Trockenbeschleuniger“ des prinzlichen Kegelclubs. Kräftig einzuheizen verstanden es ebenso die Vorstandsschützen mit fetzigen Liedern aus Helene Fischers „Farbenspiel“. Die Laienspielschar sorgte mit dem Sketch „Bestellung Mann – Frau“ für viel Gelächter und heimste zustimmenden Applaus ein. „Nicht aus der Reihe tanzen“, hieß es mit der Zumba-Gruppe der Prinzessin. Zu Ehren von Prinz Markus I. hatten die Tänzerinnen und ein Tänzer einen sportlichen „Line Dance“ einstudiert. Alle hatten sich ins Zeug gelegt und waren den Wünschen und Befehlen des karnevalistischen Herrschers in vollem Umfang nachgekommen. Selbst die stattliche „Prinzenrolle“ die er sich von Schwester Conny Buse und Nichte Sarah gewünscht hatte, fehlte nicht am närrischen Rosenmontag auf dem Tie. Die Sonne meinte es den ganzen Tag gut mit den Füchtorfer Karnevalisten. So schallte lange die Musik aus den Lautsprechern auf dem Tie und viele Narren feierten ausgelassen weiter.

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