„Funny Horses“ sind mehr als Spielzeuge
Bild: C. Alsmann
Bei jungen Voltigiererinnen sind die Holzpferdchen beliebt. Wunderbar lassen sich Figuren und der richtige Sitz üben. Das Bild zeigt (v. l.) Sophie, Celina, Fabienne und Anna sowie Christiane und Ulrich Markfort.
Bild: C. Alsmann

 Auf Drängen von Mutter Christiane hatte sich seinerzeit der Vater und Handwerksmeister im Fahrzeugbau, Ulrich Markfort, in der heimischen Garage ans Werk gemacht, um den Herzenswunsch seiner Tochter zu erfüllen. Damals hätten die Eheleute nicht im Traum daran gedacht, dass dies der Grundstein der „Funny Horses“ werden könnte. Heute heißen sie „Sunny“, „Shetty“ und „Maxi“, werden ganz nach Wunsch mit grauem, schwarzem oder braunem Fell und flauschigen Mähnen ausgestattet.

Lena ist jetzt 21 Jahre alt, ihr Pferdchen der ersten Stunde gibt es noch immer. „Die Reitergeschichten von Bibi und Tina wurden nachgespielt“, erinnert sich Christiane Markfort. Später waren es Voltigier-Figuren und Dressursitz, die geübt wurden. Die freundlich lächelnden Holzpferdchen eroberten schnell die Herzen der Kinder, die Eltern der Spielkameraden zählten zu den ersten Kunden.

Bald entdeckten Fachleute die Holzpferdchen für Therapiezwecke. „Wir kooperieren mit dem Kuratorium für Therapeutisches Reiten in Warendorf“, sagt Christiane Markfort. Beim Spielen mit „Funny Horses“ werden Gleichgewicht, Geschicklichkeit und Motorik gefördert. Längst haben Sunny, Shetty und Maxi in vielen Kindergärten, Ergotherapiepraxen und selbst im Museum für technische Kommunikation in Berlin ihren Platz gefunden. Auf Messen und Ausstellungen trifft man die Markforts an.

Reiterlegende Hans-Günter Winkler hat die Konstruktionen schon bestaunt, Pferdeflüsterer Monti Roberts eines signiert. „Das wurde für einen guten Zweck versteigert“, erinnern sich die Markforts. Längst sind die freundlich lächelnden Spielpferdchen als Marke geschützt und nur echt mit dem Brandzeichen „FH“. Und jedes Holzpferd, das die Werkstatt in Füchtorf verlässt, ist nach wie vor ein Unikat.

 Heute kooperiert Ulrich Markfort mit den Freckenhorster Werkstätten. Dort lässt er die Holzteile zuschneiden und sägen. Der Zusammenbau, das Bespannen mit Webpelz und das Bemalen der Köpfe sind Chefsache. Die Details sind Ulrich Markfort wichtig: „Für den freundlichen und unverwechselbaren Blick der Ponys sorgen genau sechs Wimpern über und sechs unter den Augen.“

Immer ausgefeilter und perfekter sind die „Funny Horses“ über die Zeit geworden. Sie sind heute zerlegbar und einfach zu transportieren. Die Nachfrage hält an. In ihrem Ladenlokal an der Emsstraße in Warendorf berät Christiane Markfort heute kleine und große Pferdeliebhaber in Sachen „Funny Horses“ und passendem Zubehör, vom Striegel über Abschwitzdecke bis hin zu Sattel, Turnierschleife und dem passenden Reiteroutfit.

 Und jedes Jahr baut Ulrich Markfort ein „Weihnachtspony“. „Das spenden wir immer zu Beginn eines Jahres an Kinder in einer sozialer Einrichtung“, sagt Christiane Markfort.

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