„Grippeschutzimpfung bleibt wichtig“
Bild: Hübl
„Die Verträglichkeit des Vierfach-Impfstoffs ist sehr gut“, sagt Allgemeinmediziner Matthias Habighorst.
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„Für Patienten, die sich noch impfen lassen möchten, haben wir noch Impfstoff da“, sagt Dr. Benedikt Sökeland, Facharzt für Innere Medizin. „Aber der Impfstoff ist nur für gesetzlich Versicherte, da er von den Krankenkassen bezahlt worden ist. Privatpatienten hingegen brauchen erst ein Rezept vom Arzt, um dann den Impfstoff in der Apotheke bestellen zu können.“  Einen Impf-Engpass kann Dr. Sökeland nicht ausmachen.

Der Mediziner hält die Vorsorge für wichtig. „Menschen über 60 Jahre, chronisch Kranke und jeder, der im Gesundheitssystem arbeitet, sollte sich impfen lassen“, erklärt er. Dabei weist Sökeland darauf hin, dass diese Krankheit pro Jahr 30 000 bis 40 000 Tote fordert

Auch Matthias Habighorst, Facharzt für Allgemeinmedizin, spricht sich für die Grippeschutzimpfung aus. „Sie bleibt eine wichtige Sache“, sagt er. „Die Wissenschaft beweist, dass wir einen hohen Nutzen dadurch haben.“ Auch er rät neben den über 60-Jährigen auch Menschen mit Herz/Kreislauf- und Lungen-Erkrankungen zur Vorsorge. Außerdem sollten sich Patienten mit einer Erkrankung des Immunsystems impfen lassen. „Dazu gehören auch Diabetes-Patienten“, betont er. „Auch Kinder ab dem sechsten Monat können gegen die Influenza geimpft werden“, sagt Habighorst. „Bis Ende Januar ist eine Impfung noch sinnvoll. Denn noch ist die Grippewelle nicht da. Erfahrungsgemäß kommt sie erst in der zweiten Winterhälfte.“

Impfstoff haben beide Mediziner in ihren Praxen noch vorrätig. Sökeland und Habighorst betonen, dass die Grippeschutzimpfung ausschließlich gegen die Influenza wirksam ist. Gegen andere grippale Infekte helfe sie nicht.

Auf die Frage, ob der Impfstoff aktuell verfügbar ist, muss Apotheker Uwe Wagner, Inhaber der Amts-Apotheke, passen. Er schaut im Computer nach und muss feststellen, dass der Großhandel am Freitagmittag keinen Impfstoff im Angebot hat. „Das kann am Montag schon wieder ganz anders aussehen“, sagt Wagner. In dringenden Fällen greift er zum Telefon, um Genaueres zu erfahren. Er geht davon aus, dass die Versorgung gewährleistet ist, denn die Ärzte haben ihre Bestellungen schon im Frühjahr aufgegeben und den Impfstoff im Herbst erhalten.

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