Gruß heißt Flüchtlinge willkommen
Bild: A. Edelkötter
Vivien Zimmermann, Josef Klösener, Pastor Harrison, Georg Burholt, Jutta Zimmermann, Maria Klösener, Lydia Venhaus, Manfred Venhaus, Thea Dietz und Philipp Röhl haben eine Weihnachtsüberraschung für die Flüchtlinge in Sassenberg und Füchtorf.
Bild: A. Edelkötter

 Jutta Zimmermann rollt das Blatt Papier zusammen und steckt es an einen schön dekorierten Tannenzweig. Im Nebenraum füllen Pastor Harrison, Philipp Röhl, Georg Burholt und andere Helfer Kaffee, Süßigkeiten, Früchte, Kalender, Stifte und vieles mehr in rot-gold gestreifte Tüten. In den Räumen des Kolpingheims werden ganz besondere Weihnachtspäckchen gepackt. Sie sind für die Flüchtlinge in Sassenberg und Füchtorf. „Das soll eine Überraschung werden. Die Flüchtlinge wissen nichts davon“, sagt Philipp Röhl, Vorsitzender der Kolpingsfamilie Sassenberg. Es sei das erste Mal, dass man so eine Bescherung zu Weihnachten durchführt.

Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit

 „Wir wollen ein Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit setzen, und wir wollen den Flüchtlingen zeigen, dass sie hier gern gesehen sind und wir sie in unsere Gemeinschaft aufnehmen wollen“, erläutert er. Derzeit seien in Sassenberg 71 Männer und vier Familien untergebracht. Jeder werde ein Geschenk erhalten. „Wir sind gespannt, wie diese Menschen reagieren werden. Wir hoffen, dass sie sich freuen und sich nicht als Bittsteller fühlen“, sagt Röhl. Einen Teil der Flüchtlinge kenne man. Vom Lebensmittelpunkt her oder aus dem Deutschkursus. „Das sind alles richtig tolle Leute“, findet Georg Burholt, der mit den Asylbewerbern Deutsch büffelt, und erzählt von einem Mann aus Syrien, der in Damaskus als Museumsleiter gearbeitet hat und dessen Familie noch nicht in Deutschland ist. „Jetzt sitzt er hier in Sassenberg, lebt in einem Zimmer zusammen mit drei anderen Männern und vegetiert vor sich hin“, schildert Burholt. Viele wüssten gar nichts von der mehr als beengten Unterbringung der Flüchtlinge und deren Schicksalen. Aus diesem Grund plane man, im Februar eine Informationsveranstaltung durchzuführen, damit sich die Sassenberger, Füchtorfer und ihre neuen Mitbewohner besser kennen lernen. „Es werden noch mehr Flüchtlinge zu uns kommen, daher müssen wir sehen, wie wir diese Menschen integrieren können“, betonen Röhl und Burholt.

 

Den ganzen Bericht lesen Sie am Montag in der „Glocke“ auf der Seite Sassenberg.

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