Hollmann verkauft Betrieb an Hagedorn
Bild: Miketta
Haben die Übernahme abgewickelt: (v. l.) Alfred Winkelmann (Geschäftsführung Gütersloher Wertstoffzentrum / Hagedorn) sowie Marion und Andreas Hollmann vom gleichnamigen Betrieb aus Sassenberg, das nach 17 Jahren übernommen wird.
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Ab dem 1. September gehört sein „Kind“ zur Hagedorn-Gruppe aus Gütersloh. „Es ist das Beste für die Firma“, sagt Hollmann, der sich gewünscht hätte, dass eines seiner vier Kinder den Betrieb in Zukunft fortführt. Da der Nachwuchs aber andere Pläne hat, wollte sich der Geschäftsmann frühzeitig um eine sichere Nachfolge kümmern.

Es geht vor allem auch um die elf Mitarbeiter

„Hierbei geht es auch um unsere elf Mitarbeiter, die weiterhin in einem familiären Umfeld arbeiten sollen“, sagt Ehefrau Marion, die gesteht, dass die Entscheidung, den Betrieb zu verkaufen, schwer fiel.

„Wir standen oft samstagabends auf dem Gelände und haben uns gefragt, ob es die richtige Entscheidung war, der richtige Schritt.“ Dabei blickte das Paar auch auf die große Halle, die erst im vergangenen Jahr fertig gestellt wurde. „Ich hatte ein mulmiges Gefühl. Aber es ist gut so, wie es ist“, betont Marion Hollmann.

Zumal der neue Besitzer kein Unbekannter ist. „Wir arbeiten seit vielen Jahren sehr gut mit Hagedorn zusammen“, erklärt Andreas Hollmann. Vor drei Monaten hatten er und Alfred Winkelmann, Geschäftsführer des Gütersloher Wertstoffzentrums, das zur Hagedorn-Gruppe (siehe Hintergrund) gehört, sich auf die Übernahme geeinigt.

Den Erfolg haben sich Marion und Andreas Hollmann erarbeitet

Die Idee zum Verkauf an das Abbruch-Unternehmen kam er durch Zufall. „Wir hatten uns unterhalten. Dabei kam der Gedanke auf“, berichtet Alfred Winkelmann. Er versichert, dass der Standort in Sassenberg mit seinen 5000 Quadratmetern, elf Mitarbeitern und neun Lastkraftwagen bestehen bleibt.

„Das ist uns wichtig“, sagt Marion Hollmann. Schließlich haben sie und ihr Mann sich all das, was sich nun an der Carl-Zeiss-Straße auf ihrem Gelände befindet, selbst aufgebaut. „Das ist immer das, was ich machen wollte. Schon mein Vater war im Schüttgut-Gewerbe tätig“, sagt Hollmann. 2002 startete er mit einem Lkw.

Während er sich stets um das operative Geschäft kümmerte, regelte Ehefrau Marion die Buchhaltung. „Ohne sie hätte ich das alles gar nicht geschafft“, blickt Hollmann mit gemischten Gefühlen zurück auf das, was mal war und kommt. „Es steckt sehr viel Herzblut drin“, seufzt Marion Hollmann. „Aber der Betrieb und die Mitarbeiter sind in guten Händen – das ist wichtig.“

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