In 90 Sekunden die Menschen erreichen
Künftig wird Pastoralreferent Johannes Lohre (l.), wie bei dieser Übung, häufiger in ein Mikrofon sprechen.

In loser Reihenfolge gestaltet er mit weiteren Autoren aus dem Kreis Warendorf Kurzbeiträge aus der katholischen Kirche exklusiv für den Lokalsender. „Ich freue mich auf diese Herausforderung“, sagt der 35-Jährige und fügt hinzu: „Aber ich habe auch Respekt davor.“

Während er beim Predigen in der Kirche mehrere Minuten zur Verfügung habe, müsse er nun in 90 Sekunden einen konkreten Gedanken auf den Punkt bringen – bestenfalls garniert mit Originaltönen von Messdienern, Pfadfindern, Pilgern oder anderen, je nach Thema. „Das ist Herausforderung und zugleich Chance“, so sieht es der Pastoralreferent mit Blick auf das Medium. „Über das Radio erreichen wir viele Menschen, auch solche, die keinen direkten Bezug zur Kirche haben“, erklärt Lohre.

 Das Handwerkszeug für die richtige Verkündigung im Radio hat Lohre gemeinsam mit seinen Kollegen bei einer zweitägigen Fortbildung des Bistums Münster gelernt. Jennifer Sünderkamp, Atem-, Sprech- und Stimmlehrerin, weihte die Teilnehmer aus Ostbevern, Herzfeld, Coesfeld und Sassenberg mit mehreren Übungen in das Zusammenspiel von Stimme, Atmung und Körperhaltung ein. „Sie können Spannung im Text ebenso weitergeben wie ein Wohlgefühl“, informierte die Trainerin und gab den Tipp: „Binden Sie ihre Körperbewegungen beim Sprechen ein. Das ist eine gute Unterstützung für die Stimme.“ In kurzen Interview-Trainings erhielten die Teilnehmer ein Gefühl für das Sprechen vor dem Mikrofon.

„Ziel des Projekts ist es, glaubensbezogene Impulse mit Themen und Stimmen aus der Region zu besetzen“, erklärt Martin Wißmann von der Rundfunkarbeit im Bistum. Sowohl Radio WAF als auch das Bistum profitierten davon:

„Menschen aus der Region sprechen zu Menschen in der Region“, sagt Wißmann. Die katholischen Beiträge werden an Werktagen in ungeraden Kalenderwochen meist auf dem Programmplatz um 18.23 Uhr von Radio WAF gesendet. „Unsere Autoren können so bis zu 26 Sendewochen im Jahr bespielen“, erklärt Wißmann, „in der Regel liefern sie einen Beitrag pro Woche“.

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