Investoren sehen sich im Nachteil
Bild: D. Reimann
Ludger Lietmann, Willy Freese und Stefan Wöstmann (v. l.) ärgern sich über die Ungleichbehandlung, die ihnen ihrer Meinung nach in der jüngsten Ortsausschusssitzung widerfahren ist.
Bild: D. Reimann

„Während wir unser Konzept nicht noch einmal vorstellen durften, hat die Gegenseite den Bürgermeister als Sprachrohr benutzt“, monierten die drei jetzt in einem Pressegespräch. Uphoff habe einen seitenlangen Text verlesen, in dem nichts Neues gestanden habe. Es seien nur noch einmal die Argumente genannt worden, die gegen die Änderung des Flächennutzungsplans und damit einhergehend gegen den gewünschten Ausbau des Windvorranggebiets WAF 03 sprechen.

Dabei hatten sie geglaubt, für die Ortsausschusssitzung noch ein Ass im Ärmel zu haben, das bisher noch nicht ausgespielt wurde. Denn Wöstmann, Freese und Lietmann planen gemeinsam mit fünf weiteren Eigentümern, eine Windkraftanlage des Typs E 82 an der K 51 und damit direkt an den bestehenden Windpark angrenzend zu bauen. Dort wollen sie eine Stromtankstelle für Elektroautos einrichten. Das sei bisher einmalig in Deutschland, erklärten sie. Die Stromtankstelle biete eine Technik, die dem Verbraucher direkt zugutekomme, und für den Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ wäre eine derartige Tankstelle ein positiver und nachhaltiger Baustein.

Stets sei betont worden, die Entscheidung sei abhängig vom Nachbarschaftskonsens. „Es hat uns nie jemand gesagt, was unter Nachbarschaft zu verstehen ist“, beklagt sich Willy Freese. Für ihr Konzept haben die Drei, so sagen sie, die Nachbarn nach ihrer Meinung gefragt. Und zwar nicht nur die Eigentümer benachbarter Grundstücke, wie es das Baurecht verlange, sondern auch alle Pächter, Mieter und Arbeitnehmer, die eventuell entstehenden Immissionen durch den Lärm ausgesetzt wären. Sowohl bei der einen als auch bei der anderen Nachbarschaftsgruppe sei die Akzeptanz für das Windrad mit mehr als 60 Prozent deutlich höher gewesen, als die Gegenstimmen, berichtete Wöstmann. Insofern sei die Ablehnung des Antrags zum Bau des Windrads im Ortsausschuss Füchtorf darum völlig unverständlich. „Was haben wir denn dann noch unter einem Konsens zu verstehen?“, zeigten sich Willy Freese und seine Planungsgruppe gestern während des Pressegesprächs ratlos.

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