Jede einzelne Schachblume wird gezählt
Das Schachblumen-Zählteam bei der Arbeit: (v. l.) Christel Rothaus sowie Helga und Helmut Topheide.

Seit mehr als 30 Jahren erhebt Christel Rothaus, zunächst mit August Rothaus und seit einigen Jahren mit dem Ehepaar Helmut und Helga Topheide, alljährlich den Bestand der Schachblumen. Dabei weist die Statistik von Jahr zu Jahr aufgrund zahlreicher verschiedener Einflüsse, vor allem der unterschiedlichen Witterungsbedingungen, stark schwankende Ergebnisse auf. In diesem Jahr kann mit 1900 blühenden Pflanzen von einem guten Schachblumenjahr gesprochen werden.

Seit dem Beginn der Bestandserfassung 1986 erblühten nur in dem Spitzenjahr 2013 mit insgesamt 2803 mehr Pflanzen. Die drei ehrenamtlich Tätigen wählen für ihre Zählung jeweils einen mittleren Blütezeitpunkt aus, um auch die schon verblühenden und die noch nicht aufgeblühten Exemplare zu erfassen. Das eingespielte Team verfährt dabei nach einem bewährten System: Umsichtig durchlaufen sie die Wiesen auf gleicher Höhe in einigen Metern Abstand voneinander. Christel Rothaus, Nichte von August Rothaus, der sich zeitlebens für die Schachblume eingesetzt hat, notiert jedes gezählte Exemplar.

Dabei werden rote und weiße Schachblumenblüten getrennt dokumentiert. Die Zahl der roten Blumen ist dabei meist doppelt so hoch wie die der weißen. Die Wiesenbereiche, in denen die Zählung aufgrund einer hohen Blütenzahl schnell unübersichtlich werden kann, werden mit langen Stöckern unterteilt. Die Bestände haben sich in den vorigen 30 Jahren dabei als insgesamt stabil erwiesen. „Im Durchschnitt werden seit 1986 pro Jahr 947 blühende Schachblumen registriert“, erläuterte Bürgermeister Josef Uphoff im Rahmen der jüngsten Sitzung des Infrastrukturausschusses. Die geringste Zahl mit 55 Pflanzen wurde im Jahr 2008 registriert.

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