Kasper trickst den bösen Räuber aus
Bild: D. Reimann
Stefan Tränkler von der Hohnsteiner Puppenbühne präsentierte am Dienstagnachmittag im Gemeindesaal neue Geschichten vom Räuber Hotzenplotz. Dort zeigte er sich überaus volksnah und umringt von einigen neugierigen Zuschauern.  Bild: D. Reimann
Bild: D. Reimann

Dabei war doch das Geld für Gretels Geburtstagsgeschenk bestimmt. Muss das arme Kind nun etwa ohne auskommen? Keinesfalls. Schließlich gibt es ja noch den tapferen und weisen Kasper.

Gut bei Stimme

Und der hat schon immer und überall für Ordnung und Gerechtigkeit gesorgt. Und so gelingt es ihm auch bei diesem Stück der Hohnsteiner Puppenbühne, die gefüllte Geldbörse der Großmutter mit List und Intelligenz wieder zu beschaffen und den bösten Räuber Hotzenplatz zu bestrafen: Der unverschämte Dieb wird für ein Jahr in ein Krokodil verwandelt. Ende gut, alles gut. Stefan Tränkler hatte bei der neuen Geschichte vom Räuberhotzenplotz, die er den zahlreichen Zuschauern präsentierte, viel zu tun. Weil seine Frau Margarete ihre Stimme schonen musste, spielte der 53-Jährige kurzerhand sämtliche Rollen des Stücks selbst. Davon jedoch merkten die kleinen und großen Zuschauer nichts, schließlich ist Stefan Tränkler Profi – durch und durch. Dass er seinen Beruf mit Leidenschaft ausübt, ist hör- und spürbar.

Name geschützt

Vielleicht ist das mit ein Grund, warum die Hohnsteiner Puppenbühne so beliebt ist. In Sassenberg jedenfalls war sie bereits zum siebten Mal zu Gast. Die Tränklers, die den Namen Hohnsteiner Puppenbühne für sich haben schützen lassen, wollen mit ihrem Puppenspiel bewusst einen Gegenpol zur medialen Reizüberflutung setzen. „Indem wir die Kinder aktiv zum Mitmachen auffordern, wollen wir ihre Vorstellungskraft und ihren Geist anregen“, sagt Stefan Tränkler. Und das ist ihnen auch dieses Mal wieder trefflich gelungen.

SOCIAL BOOKMARKS