LMC vernetzt Reisemobil mit Smartphone
Bild: Gabi Wild
Gute Zahlen und die neue Modellpalette stellten (v. l.) LMC-Vertriebschef Uli Stephan und Geschäftsführer Ulrich Schoppmann vor, hier vor der neu gestylten Bugpartie eines „Maestro“-Wohnwagens (Modell 470 E).
Bild: Gabi Wild

Ein überraschend starker Anstieg der Wohnwagenproduktion auf 4370 Einheiten (2013/14 waren es nur 2146) und auf 2250 (1496) bei den Reisemobilen zeige, dass der Standort Sassenberg von der guten Konjunktur und dem erfreulichen Branchenklima profitiere.

Allerdings trugen nicht alle Fahrzeuge das Markenzeichen LMC. Längst werden Fachwissen und Kapazitäten in Sassenberg auch für den Bau von Freizeitfahrzeugen der Marken Dethleffs, Bürstner und Eriba, die wie LMC zur Hymer-Gruppe gehören, genutzt. Auch Auftragsarbeiten für Capron (Marken Carado und Sunlight) sowie für Solifer trugen mit zur Rekordproduktion bei.

Bei den Fahrzeugen der eigenen Marke legt der Hersteller ebenfalls stark zu. Für das kommende Modelljahr ist die Produktion von 2750 Wohnanhängern und 1630 Reisemobilen mit dem LMC-Logo angepeilt – gemessen an den Zahlen des Geschäftsjahrs 2013/14 bei Reisemobilen ein Plus von zehn  Prozent, bei Wohnwagen geradezu ein Boom mit 77 Prozent Zuwachs. 580 Mitarbeiter, darunter 115 Zeitarbeitnehmer, produzieren die Qualitätsprodukte für Handelspartner in 15 Ländern. In wenigen Tagen wird eine neue Logistikhalle (Investition 1,3 Millionen Euro) mit Bürotrakt in Betrieb genommen.

Präsentation über sechs Tage

Noch vor dem Auftritt beim Caravan-Salon Düsseldorf waren die vergangenen sechs Tage mit die wichtigsten für LMC, was den Erfolg der neuen Modelle des Jahrgangs 2017 angeht. 160 Handelspartnern aus Europa und Japan sowie 50 internationalen Fachjournalisten wurden auf dem Werksgelände die Neuheiten präsentiert.

Mit „Anders sein“ sich einen Vorsprung vor der Konkurrenz zu sichern, hatte LMC bereits mit der 2011 präsentierten und inzwischen von vielen Mitbewerbern übernommenen werthaltigen Bauweise LLT (Long-Life-Technologie) Erfolg. Jetzt überrascht der Sassenberger die Branche mit der serienmäßigen Ausstattung aller Reisemobile mit der zusammen mit dem Zulieferer „Truma“ entwickelten digitalen Technik „iBusConnect“.

Das Prinzip:  Über eine App auf dem Smartphone wird per Bluetooth oder SMS eine Box im Fahrzeug angefunkt, über die viele technische Funktionen abgerufen und gesteuert werden können. Ob Ladestatus der Batterien, Füllstände bei Frisch- und Abwasser oder die Innentemperatur – alles kann per Handy abgefragt, Heizung, Klimaanlage, Licht oder auch der Bordstrom-Hauptschalter können per Fernbedienung gesteuert werden. „Das wird das Thema der nächsten Jahre, und wir sind ganz weit vorn“, freuten sich Geschäftsführer Ulrich Schoppmann und Vertriebschef Uli Stephan. Der kündigte gleichzeitig an, neue Märkte in Nordamerika und im Baltikum erschließen zu wollen.

Weitere Information zur neuen Modellpalette von LMC in der Warendorfer Ausgabe der „Glocke“ vom 25. Mai.

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