Leistungsschau der Feuerwehren
Bild: D. Reimann
Einmal im Jahr stellen sich die Kameraden der Feuerwehren des Kreises Warendorf dem Leistungsnachweis. Am Samstag steht dieser große Wettstreit im Sassenberger Waldstadion an.
Bild: D. Reimann

Der alljährlich durchgeführte Leistungsnachweis findet nach 1967 und 1985 zum dritten Mal in der Hesselstadt statt. Da wollen die heimischen Kameraden natürlich eine gute Figur abgeben und bereiten sich akribisch auf die zu erfüllenden Aufgaben vor.

„So schnell waren sie ja noch nie“, freut sich Patrick Hillebrand, Stellvertretender Löschzugführer der Sassenberger Wehr, bei der Trockenübung „Löschangriff“ seiner Männer. Dabei haben die Kameraden die Aufgabe, den am Löschfahrzeug befestigten Saugschlauch an die Pumpe anzuschließen, diesen ins Gewässer zu führen, parallel dazu B- und C-Rohre an die Pumpe anzukoppeln und sie an die Brandstelle zu schaffen, wo es dann heißt: „Wasser marsch“. „Wer länger als fünf Minuten benötigt, ist durchgefallen“, sagt Hillebrand.

Das ist seinen Männern aber noch nie passiert. Es kommt jedoch nicht nur auf die Zeit an, sondern auch darauf, Befehlswege einzuhalten und richtig wiederzugeben, sonst gibt es Zeitstrafen, weiß Wehrführer Reinhard Lietmann. Im folgenden schriftlichen Teil geht es um theoretisches Fachwissen. Jedes Gruppenmitglied bekommt Fragen gestellt, die korrekt zu beantworten sind. Bewertet wird am Ende die Gemeinschaftsleistung. Beim sportlichen Teil dürften die Feuerwehrmänner ins Schwitzen kommen. Hier müssen sie in voller Montur einen 450 Meter langen Laufparcours mit diversen Hürden und Hindernissen überwinden.

Wie gut sie die Handhabung mit Knoten und Stichen beherrschen, können die Kameraden wiederum im praktischen Teil „Knoten und Stiche“ unter Beweis stellen. Ein weiterer wichtiger Bestandteil ist die Erste Hilfe. Von der Wundversorgung über die nötigen Schritte bei Blutungen bis hin zur Reanimation müssen die Feuerwehrmänner alle Maßnahmen beherrschen.

Wie Lietmann weiter berichtete, haben sich 90 Gruppen aus dem gesamten Kreisgebiet mit jeweils zehn Personen zum Leistungsnachweis in Sassenberg angemeldet.

 Da dieser Wettkampf keine „geheime Kommandosache“ darstellt, laden er und seine Mannen alle Sassenberger von 7 bis 17 Uhr zum Zuschauen in den Brook ein. Der Dank der Feuerwehr gilt im vorab schon einmal dem Schützenverein, der die Halle und das Gelände zur Verfügung stellt, dem VfL für die Bereitstellung des Stadions sowie der DRK-Ortsgruppe Sassenberg, die Erbsensuppe für alle, das heißt Teilnehmer und Besucher, kocht.

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