Lösungen für eine freundlichere Schule
Bild: Baumjohann
Zu einer Arbeitsgruppe hatten sich (v. l.) Claudia Ackermann, Lioba Garmann, Frank Kintrup, Henriette Franke, Markus Jahn und Astrid Hollmann zusammengefunden.
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Dabei standen mögliche Konflikte innerhalb des Kollegiums ebenso im Blickpunkt wie solche zwischen Schülern und Lehrern. „Es ist eine große Herausforderung, auf die vorhandene Heterogenität zu reagieren“, weiß Schulleiter Stephanus Stritzke. Allerdings habe man auch die Riesenchance, eine Kultur des konstruktiv angelegten Konfliktlösens zu etablieren, ist er überzeugt. Der Fortbildungstag war ein Schritt dahin. Mehr Empathie, der Wechsel des Blickpunkts und das Akzeptieren anderer Meinungen können Teile einer lösungsorientierten Weise sein, miteinander zu streiten. Aufgegliedert war die individuell auf das Kollegium der Sekundarschule zugeschnittene Fortbildung in drei Teile.

Zunächst sprachen Tina Bicker und Andreas Raude in einem Plenum über Konflikte und Kommunikation, Kommunikationsstile und Verhaltensweisen in Konflikten. Inhalte, die immer wieder auch in Partnerübungen ausprobiert wurden. Anschließend bildeten sich Kleingruppen, die in einer Analysephase den Umgang mit Kommunikation, Verbesserungsmöglichkeiten und zu setzende Schwerpunkte beleuchteten. Nach der Mittagspause standen schließlich drei Workshops auf dem Programm, in denen erste Schritte einer Konzeptentwicklung auf dem Weg zu konstruktiver Konfliktkultur ebenso behandelt wurden wie das Thema „Grenzen setzen“ und der Weg zu mehr Freundlichkeit in der Schule.

 „Echte, wertschätzende Freundlichkeit vermeidet den einen- oder anderen Konflikt im Vorhinein“, ist der didaktische Leiter Jürgen Schürenkamp überzeugt. Das Wort „Schulgemeinde“ als Ort, wo viele unterschiedliche Menschen miteinander umgehen und voneinander lernen, sei dabei zentral. Das Leitbild einer freundlichen Schule versuche man, aktiv voranzutragen, betonte Stritzke. Aktuell gebe es für die neunten Klassen einen Wettbewerb zur Frage, wie mehr Freundlichkeit in der Schule manifestiert werden könne. „Die Ergebnisse werden auf dem Schulfest präsentiert.“

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