Mit Füchtorfs Fahne durch die EM-Stadien
Bild: Baumjohann
Beim Spiel Spanien gegen Tschechien zeigten (v. l.) Matthias Holtmann, André Depenwisch, Manuel Pohlschmidt und Bernd Buddelwerth Flagge. Die vier Freunde haben in Frankreich packende Europameisteschafts-Duelle miterlebt.
Bild: Baumjohann

Die vier Freunde haben sechs Vorrundenspiele live erlebt. Entstanden war die Idee zur Frankreich-Fahrt mit dem Wohnmobil vor zwei Jahren. „Wenn nicht jetzt, wann dann?“ hieß es im Freundeskreis angesichts der Tatsache, dass das nächste Europa-Turnier über den ganzen Kontinent verteilt stattfinden und kommende Weltmeisterschaften in Russland und Katar ausgerichtet werden.

 Schon in der ersten Verlosungsphase der UEFA hatten die Freunde Eintrittskarten ergattert. Ein Deutschland-Spiel war nicht dabei, wie die Gruppenauslosung später ergab. Karten für Deutschland-Nordirland bekamen sie später über den Fanclub Nationalmannschaft. Insgesamt zwei Wochen sind die vier durch Frankreich getourt, haben knapp 5000 Kilometer zurückgelegt und viele Eindrücke sammeln können. „Die Stimmung auf den Campingplätzen war klasse“, blickt Matthias Holtmann zurück.

Besonders in Lyon, wo man vor dem Spiel Nordirland gegen die Ukraine mit den Nordiren gefeiert habe und in Marseille, wo die Füchtorfer rund um das Spiel England gegen Russland als einzige Deutsche auf einem Campingplatz voller Engländer waren. „Die Stimmung war durchweg gut, es gab keinen Stress“, freuen sich die vier über die vielen netten Begegnungen, bei denen besagte Fahne, vor allem aber der EM-Pokal im Reisegepäck, im Mittelpunkt standen. „Wohl jeder Nordire auf dem Campingplatz hat ein Foto mit dem Pokal gemacht“, schmunzelt André Depenwisch.

Es ist im Übrigen durchaus möglich, dass die vier Freunde den einen oder anderen Nordiren wiedertreffen, müssen doch Deutschlands Profi-Kicker in der WM-Qualifikationsrunde in Belfast antreten. Wenn man dort dabeisein wird, dann nur mit Fahne. Im Stadion einen geeigneten, fernsehgerechten Platz für das Banner zu finden, gestaltete sich mitunter nicht einfach. „Beim Spiel Polen gegen Nordirland in Nizza durften wir die Fahne nicht aufhängen“, erzählt Manuel Pohlschmidt.

Und bei Portugal gegen Island habe man sie erst an der dritten Stelle aufhängen dürfen. Neben dem Besuch von sechs Spielen blieb den Vieren übrigens auch noch Zeit für Urlaub: „Das Leben genießen an der Cote d’Azur“ stand insgesamt vier Tage lang auf dem Reiseprogramm der Füchtorfer.

Eine nette Abwechslung zu den langen Fahrstrecken zwischen den Spielorten. „Wir haben uns beim Fahren abgewechselt, dann ging das schon“, haben sich die Freunde aber auch auf Frankreichs Autobahnen keinen Stress gemacht.

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