Mit einem Fest „Väterchen Frost“ begrüßt
Bild: D. Reimann
Mit einem kleinen Schauspiel, vielen russischen Liedern, Tänzen und Gedichten hat die Spielgruppe „Matrojschka“ in der Nikolausschule das russische Neujahrsfest „Väterchen Frost“ gefeiert.
Bild: D. Reimann

Diese Erfahrung machen viele Spätaussiedler aus Russland auch in Sassenberg. „Zahlreiche Kinder, die in Deutschland aufgewachsen sind und fließend deutsch sprechen, können zwar etwas russisch verstehen, sprechen die Sprache aber nicht oder nur sehr zögerlich“, weiß Karina Razlaff.

Weil sie aber, wie viele andere Mütter auch, gerne ihre Muttersprache an ihre Kinder weitergeben möchte, hat sie im Januar vorigen Jahres mit einigen anderen Müttern die Spielgruppe „Matrojschka“ – benannt nach den eiförmigen ineinander schachtelbaren russischen Puppen – gegründet. Um die russische Sprache und alte Traditionen zu pflegen, treffen sich seither im ehemaligen Rafaelkindergarten einmal im Monat gut 15 Kinder im Alter von zweieinhalb bis sechs Jahren, um eine Stunde lang gemeinsam Lieder zu singen und Spiele in russischer Sprache zu spielen.

Weil in Russland traditionell „Väterchen Frost“ zum neuen Jahr Geschenke bringt, haben sich Karina Razlaff und einige Mütter etwas einfallen lassen. Sie hatten jetzt zum Neujahrsfest „Väterchen Frost“ in die Nikolausschule eingeladen. Unterstützt wurde diese Aktion sowohl durch das Familienzentrum Sassenberg als auch von der Nikolausschule, die sofort bereit war, die Räumlichkeiten zur Verfügung zu stellen. Um 15 Uhr machten die vielen Kinder und Erwachsenen große Augen. Denn Karina Razlaff und die Mütter hatten eigens ein Märchen einstudiert. Wie Razlaff verriet, wurde schon im September mit den Vorbereitungen begonnen. Kostüme wurden genäht, Musik ausgewählt und viele Mitmachaktionen für die Kinder ins Stück eingearbeitet.

 Da gab es die böse Regenwolke, die von der Schneekönigin vertrieben werden musste, damit „Väterchen Frost“ auch Einzug halten konnte. Dazu war die Unterstützung der kleinen Zuschauer nötig, die eifrig am Geschehen rund um den bunt geschmückten Weihnachtsbaum beteiligt waren.

 Natürlich war es nicht zuletzt auch ihrem Wirken zu verdanken, dass am Ende die Regenwolken vertrieben werden konnten. Das war den Anwesenden einen großen Applaus wert.

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