Nach Abschluss der Saison viel zu tun
Foto: D. Reimann
Mit dem offiziellen Ende der Badesaison ist die Arbeit für das Freibad-Team noch nicht getan. Fahmy Deif, Ute Ruetz und Nele Jäger machen das Freibad Sassenberg seit zwei Wochen winterfest.
Foto: D. Reimann

Freitagmorgen 8 Uhr. Pünktlich wie die Maurer treffen Schwimmmeisterin Ute Ruetz, die Auszubildende Nele Jäger und Fahmy Deif, Letzterer ist für die Gartenpflege zuständig, im kleinen Büro im Freibad zusammen, um die anstehenden Tagesarbeiten zu besprechen. Eine Stunde später sieht man bereits erste Ergebnisse. Die Rutsche, die Nele Jäger gesäubert, desinfiziert und imprägniert hat, glänzt wie neu.

Im Durchschreitebecken sammeln sich die Blätter der Hecken, die Fahmy Deif mit der Heckenschere auf Vordermann bringt. Ute Ruetz selbst legt Hand an, stapelt Sonnenliegen, reinigt Tische und Stühle, die im Anschluss in die Umkleideräume gestellt werden. Beim Blick über das Gelände zeigt sich, dass in den Tagen zuvor schon viel mehr passiert ist. Die Spielgeräte und das Sonnensegel sind abgebaut und verstaut. Das Kinderbecken, in dem sich noch vor kurzem Jungen und Mädchen vergnügt tummelten, ist leergelaufen. Das große Becken indes zeigt sich noch gut gefüllt, das türkisgrüne Wasser lädt bei dem schönen Sonnenschein glatt noch einmal zu einem Abkühlungsbad ein. Doch davon ist abzuraten. Schließlich ist das Wasser bereits mit Überwinterungsmittel versehen. „Damit wird Algenwuchs verhindert, und wir können das Becken im Frühjahr besser reinigen“, erklärt Ute Ruetz. Und das Wasser lassen wir nicht ab, da sonst das Grundwasser gegen die Fliesen drückt“, erläutert sie.

Ins Auge fallen auch die zahlreichen schwarzen Druckpolster, die sich wie ein Gürtel über den gesamten Beckenrand ziehen. „Die Polster legen wir jedes Jahr an, um zu verhindern, dass das Wasser bei Eisbildung auf die Fliesen drückt und sie beschädigt.“ Ute Ruetz liebt ihren Beruf, den sie seit vielen Jahren ausübt. Dennoch ist sie froh, dass die Saison zu Ende ist. Dieses Gefühl, so erzählt sie, stellt sich immer dann ein, wenn die Temperaturen zu sinken beginnen, das Wetter schlechter wird und sich immer weniger Gäste ins Bad verirren. Dann wird es ihrer Meinung nach Zeit, das Saisonende einzuläuten. Nicht zuletzt auch wegen der hohen Energiekosten, die dadurch entstehen, dass die Heizung in den letzten Saisontagen neun bis zehn Stunden laufen muss, um das Wasser auf 23 Grad zu halten.

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