Nach Katastrophe eine tolle Premiere
Bild: C. Alsmann
Das neue Stück der Laienspielschar Füchtorf hatte jetzt Premiere.
Bild: C. Alsmann

Etwas aufgeregt sind sie alle. Denn: Nichts ist mehr so wie es bislang war. Der Spielort in der Grundschule ist neu, die Bühne ebenfalls. Anne Kellermann fungiert erstmals als Spielleiterin, und Hildegard Obermeyer ist die Neue im Ensemble. „Die letzte Probe am Donnerstag war katastrophal“, verrät Anne Kellermann. Aber dann lief alles einfach nur gut. Die Premierenvorstellung am Samstag war ausverkauft und die Nähe der Schauspieler zum Publikum ließ den Funken überspringen. Bauer Philipp Kohlhammer (Heinrich Wessel) hat seine liebe Not mit den vielen Frauen, die seinen Hof bevölkern. Da ist die temperamentvolle Magd Agathe (Monika Wessel), die ein Auge auf den Bauern geworfen hat, es aber nicht zugeben will. Für Schenkelklopfer ist Tante Otti (Hildegard Obermeier) gut. Die etwas verwirrte Schwester des Bauern erzählt gerne von „Bombennächten im Rübenkeller“. Ebenso bereiten ihm seine Töchter Sorgen. Während die hübsche Gerti (Nadine Tarner) sich in Musiker Markus (Thorsten Elfenkämper) verliebt hat, wünscht sich Kohlhammer für seine etwas dümmliche Tochter Trude (Elisabeth Dingwerth) den passenden Ehemann. Die Suche stellt sich allerdings als schwierig heraus, denn immer schmuddelig und dusselig dazu, will keiner Trude, die zudem rein gar nichts mit Männern anzufangen weiß, haben. Das ändert sich schlagartig, als sie den anscheinend ebenso weltfremden Kalle Kramer (Norbert Maffert) kennenlernt. „Min Trude is just so drömmelig as dien Kalle“, stellt Bauer Kohlhammer fest. Kalle kommt gar nicht nach seinem Vater Kuno (Ewald Elfenkämper), einem zwar verheirateten Handelsvertreter, der sich dennoch mit der Magd in der Küche vergnügt: „Kalle is noch nie über ‘ne Frau to Fall kommen“, glaubt er. Wenn er sich da mal nicht in seinem Sohn täuscht. Die Verwirrung wird komplett, als die „mondäne Schrapnelda“ Lieselotte Liebstöckel (Birgit Versmold), so betitelt von der eifersüchtigen Agathe, auf Philipps Heiratsannonce hin auf dem Hof erscheint. Mit flotten Dialogen, bei denen Annette Buddelwerth wenig soufflieren musste, sowie einer abwechslungsreichen Handlung gelang den Laienspielern eine äußerst amüsante und lustige Aufführung, die in der ausverkauften Aula mit reichlich Beifall belohnt wurde.

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